Reisefutter, Vietnam
Kommentare 1

Zu Tisch in Vietnam…

So heißt nicht nur die schöne Dokureihe auf Arte (die bei Einheimischen auf Tisch und Teller guckt und ihren Alltag begleitet), sondern nun auch dieser Eintrag. Und er hat es wirklich verdient, denn er widmet sich den unglaublich, facettenreichen Genüssen dieses Landes. Einige davon sogar selbst von uns kreiert, denn wir waren einen Tag lang in der Redbridge Cooking School Meisterköche!

Vor noch 3 Wochen assoziierte ich die vietnamesische Küche gerade mal mit der Pho Bo Suppe, Reis und Glasnudeln. Jetzt aber behaupte ich: Vietnam ist ein Schlaraffenland! Selten habe ich im Urlaub so viele Bilder von Mahlzeiten gemacht wie hier.

Regionale Unterschiede

Das Essen hier unterscheidet sich von Region zur Region, oft sogar von Stadt zu Stadt. Was in der Großstadt als Delikatesse gilt, wird in manchen Dörfern an die Schweine verfüttert. Frühlingsrolle ist nicht gleich Frühlingsrolle, sondern wird in jeder Stadt zu einer Neuentdeckung. Abgesehen von unterschiedlichen Füllungen, nimmt die Ummantelung in jeder Region andere Formen an. Hier im Zentrum Vietnams ist sie zum Beispiel netzartig.
Suppen sind hier so vielfältig wie die Menschen. Das liegt vor allem an den Millionen Nudelarten…sie sind beinahe das Herz des Nationalgerichts.

Vietnam Streetfood Norden

Rindfleisch in Wasserspinat, mariniertes Schweinefleisch, Erdnusssauce und eingelegte Mini-Auberginen

Und Strunke von Kürbispflanzen und Wasserspinat  (Morning Glory) sind das beliebteste Gemüse.  Die Zubereitung von einer Portion Kürbispflanzenstrunken  dauert eine Stunde. Da bekommt man fast ein schlechtes Gewissen beim Essen.

Was wir wirklich besonders lecker fanden war Wasserbüffel (in den Bergen im Norden),  Ziege (besonders gut in der Region um Ninh Binh) und Schweinefleisch in Lotusblättern (überall).

Eingelegtes Fleisch Vietnam

Cha ca – Spezialität in Hanoi

In Hanoi haben wir bereits am ersten Tag, aufgrund unserer Food Safari, wirklich lecker und vielfältig gegessen. Zum Glück konnten wir das noch steigern mit der Spezialität Cha ca. Dieses traditionelle Gericht besteht zum größten Teil aus Fisch, Bohnen, Nudeln und ganz viel Dill. Das besondere, neben dem wirklich guten Geschmack, ist, dass man es sich am Tisch selbst zubereitet. Alle Zutaten werden auf den Tisch gestellt. In die Mitte kommt ein Gaskocher und darauf wird die Pfanne platziert. Dann geht das leckere Brutzeln los. Ein kulinarisches Erlebnis.

Wir haben es in diesem Restaurant gegessen: Cha Thang Long

Cha ca Vietnam Hanoi Food

Vietnam Streetfood Cha Ca

Salate! Ganz hoch im Kurs

Zugegeben: Ich bin kein besonders großer Salatfan. In Vietnam sah das aber anders aus. Denn zu Lotus- und Bananenblütensalat konnte ich wirklich nicht nein sagen. Serviert werden die Salate meist auf einen großen Teller und man fühlt sich mit den Stäbchen dann etwas in ein kleines Schälchen.

Vietnam Lotusblütensalat

Lotusblütensalat

Streetfood in Hanoi

Praktisch an jeder Ecke gibt es die berühmten Pho Suppen. Wahlweise vegetarisch, mit Rind, Schwein oder Huhn. Gerade mal 1,50 Euro hat uns so ein (großes) Süppchen gekostet. Gegessen haben wir es immer im selben kleinen Laden auf der Straße. War eine Empfehlung unseres Hotels und die Einheimischen haben sich gefreut, dass wir immer wieder gekommen sind.

Streetfood Vietnam Pho Suppe

Kleines Straßenlokal mit leckerer Pho Suppe

Auch überall zu finden sind die Dumplings Ha Coa Tum, die gedämpften Teigtaschen Banh Bao Thit und fritierten Teigtaschen Banh Goi und Nem Cua Be.

Dazu ein frischer, hausgemachter Grüner Eistee . Sehr lecker!

Streetfood Hanoi Vietnam

Einmalig auf der Welt – Cao Lau

Es ist das erste Mal im Leben, dass wir etwas essen, was es so nirgends anders auf der Welt gibt. Die Rede ist von Cao Lau. Einer absoluten Spezialität in Hoi An. Das Geheimnis liegt in den Nudeln. Angeblich soll es nur 3 Familien in Hoi An geben, die diese leckeren Nudeln herstellen. Das Geheimnis der Herstellung bleibt natürlich in der Familie und wird von Generation zu Generation weitergegeben (Na hoffentlich!). Zu den Nudeln kommen geschmortes Schweinefleisch, Salat, frische Kräuter und irgendwas knuspriges.

Cao Lau ist so lecker, dass wir gleich nach dem Aufessen nochmal bestellt haben.

Cao Lau Hoi An Vietnam Streetfood

White Roses – Hoi An

Eine weitere Spezialität Hoi Ans sind Ban Boa banh vac oder auch White Rose Dumplings. Auch diese Delikatesse wird durch Familienbetriebe hergestellt. Gefüllt sind die leckeren Teigtaschen mit Garnelen, garniert mit gerösteten Knoblauch. Zum Dippen wird eine süße Sauce gereicht. Alles sehr, sehr lecker!

White Roses Hoi An Vietnam Streetfood

So lecker, dass wir fast vergessen haben ein Foto zu machen.

Exotische Früchte

Die leckersten Früchte hier sind mit Abstand Mangostan (leicht Lidschiartig) , Jackfruit (Ein Mix zwischen Mango und Banane. Nicht zu verwecheln mit der Durian Frucht, die ähnlich aussieht, aber auch als Kotzfrucht bekannt ist. Jackfruit ist übrigens auch getrocknet super lecker!), Longan umgangssprachlich Cat-Eyes genannt (schmeckt ebenfalls Lidschiartig) und Maracuja. Der Geschmack ist so toll, das es doch eine Welt ohne Schokolade geben dürfte, wenn die Früchte doch nur Weltweit wüchsen. Meine geliebten, ach was, vergötterten (Karls) Erdbeeren konnte ich so auch ganz schnell vergessen. Wer hätte das gedacht. Ich jedenfalls nicht.

Cat Eye Fruit Vietnam

Longan Früchte

Jackfruit Vietnam

Jackfruit. Lecker!

Kochkurs in Hoi An

Und was soll ich sagen? Dieses Land strotzt gerade so an leckeren Kräutern und Gewürzen! Im Zuge unseres tollen Kochkurses, haben wir einen Kräutergarten besucht und eins ist klar: es gibt definitiv ein Kraut für alles. Für manches sogar zwei oder drei. 🙂

Nach dem Besuch im Kräutergarten, ging es zum lokalen Markt. Hier kauften wir die notwendigen Zutaten zum Kochen ein.

Und dann konnte es bald auch schon los gehen. Als erstes kochten wir eine Pho Bo Suppe. Dafür machten wir sogar die Reisnudeln selbst.

Danach kreierten wir eine Garnelen-Marinade, die hauptsächlich aus Zitronengras (frisch aus dem Kräutergarten), Chili, Knoblauch und Charlotten bestand. In Bananenblättern eingewickelt, wurde diese, samt Garnelen auf den Grill gelegt. Als nächstes stand Fisch auf dem Programm. Hier wurde wieder einiges aus dem Kräuter und Gewürzhut gezaubert. Zum Beispiel frisches Kurkuma. Ein Traum!

Zum Schluss machten wir einen Bananenblütensalat mit gegrilltem Hähnchen. Neben Bananenblüten, gehören grüne Mango, Karotten, Papaya, Wasserspinat und Soyasprossen hinein.. Da kann der Cesar Salad aber mal ganz schnell einpacken: denn dieser Salat war die Superlative! 🙂

So und da kochen Appetit auf mehr macht, haben wir natürlich alles essen dürfen und es schmeckte, wie oben ja schon angekündigt: meisterhaft 😀

Aber noch besser als wir, kochen Vietnams lokale Garküchen und in denen verwöhnen wir unseren Gaumen auch weiterhin!

FAZIT: Vietnam du bist so wunderbar – lecker! 🙂

Für mehr vietnamesische Leckereien lohnt sich ein Blick auf folgende Blogs:

10 leckere Gerichte der vietnamesischen Küche

Essen in Vietnam – 10 Dinge die man probieren sollte

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

1 Kommentare

  1. anne sagt

    Hallo Ihr Urlauber, da kann man aber wirklich neidisch werden, so ein leckeres Essen – Bananenpfannkuchen hmmmm ! Wir haben heute Bauernfrühstück gegessen, war auch gut und bei der Wärme braucht man nicht mehr. Ja schön das man mit Euch auf diesem Weg sprechen kann. Wenn wir es besser gewusst hätten, so wären die Seiten beim letzten Urlaub nicht so leer geblieben.
    Warten und freuen uns schon auf die nächsten Berichte von Euch. Noch viele schöne Erlebnisse und gutes Essen und vor allen Dingen bleibt gesund!!
    Liebe Grüße Eure Eltern (Jürgen u. Anne)

Kommentar verfassen