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Über das Fliegen – und die Angst davor.

Jetzt mal ehrlich: Warum können wir uns eigentlich immer noch nicht von Ort zu Ort beamen? Und wer hat überhaupt das Sprichwort erfunden “ Die Zeit vergehe wie im Fluge“. Keine Zeit der Welt vergeht für mich langsamer als im Flugzeug. Wie Kau-gu-mm-iiiiii zieht sich so ein Flug. Besonders die Langstrecke. Und immer wenn ich denke, jetzt sei mindestens die Hälfte der Strecke schon geschafft, sind es immernoch 8 oder 9 Stunden (auf ner 12 Stunden Strecke). Komisch. Erst vor kurzem sind wir 28 Stunden mit dem Zug durch Afrika gefahren. Das fand ich gar nicht lang. Aber vorm Zugfahren habe ich ja auch keine Angst.

Wie viele (Blog)Artikel habe ich schon zum Thema Flugangst gelesen? Wie viele Studien, wie viele Forenbeiträge und wie viele Bücher? Trotzdem steige ich immer wieder mit einem mulmigen Gefühl in den Flieger.

Die meisten der Tipps gegen Flugangst helfen bei mir leider gar nicht.

Punkt 1) Komme entspannt zum Flughafen. Lasse dir genug Zeit, damit du keinen unnötigen Stress hast.

Bei mir ist das eher so: Augen zu und durch. Ich bin fast lieber etwas knapper da, als viel zu früh. Jede Minute die ich länger am Flughafen sitze, lässt mich über meine Ängste nur noch mehr grübeln. Außerdem bleibt zu viel Zeit zu beobachten was um mich herum passiert: Koffer ohne Besitzer, Mechaniker an Flugzeugen (vielleicht vergessen sie ja eine Schraube richtig fest zu drehen), Piloten, die viel zu müde aussehen….

Punkt 2) Informationen einholen und daran denken: Die Wahrscheinlichkeit abzustürzen ist sooooo verschwindend gering. P.S. Das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel überhaupt – laut Statistik..

Während es viele Menschen geben soll, die denken „Warum sollte gerade mir sowas passieren“ denke ich eher: „Warum sollte gerade mir sowas nicht passieren?“ oder auch: „Mit jedem weiteren Flug nähere ich mich der Wahrscheinlichkeit….“
Klingt erstmal sehr pessimistisch. Ist es wahrscheinlich auch. Zum Glück ist das eine der wenigen Lebenslagen in denen ich so negativ eingestellt bin.
Informationen einholen: Das mache ich tatsächlich. Meistens so gründlich, dass ich am Ende immer wieder auf Folgen von „Mayday – Alarm im Cockpit“ oder sonstigen Katastrophen Reportagen lande.

Punkt 3) Lenke dich ab.

Ich liebe es zu lesen. Ich liebe gute Filme, lustige und spannende Serien. Ich schreibe gerne. Ich höre täglich Musik. Aber alles bitte nicht, wenn ich im Flieger sitze. In mir herrscht das Gefühl, ich müsse alles hören und im Blick haben. Jede Sekunde bereit dazu sein, durch den Notausgang zu schlüpfen oder Andi einen letzten Kuss zu geben (ja theatralisch ich weiß). Auf Langstrecke lässt dieses Gefühl zum Glück irgendwann nach. Ist dem Körper dann auf Dauer wohl doch zu anstrengend.

Wenn ich mich überhaupt ablenken kann, dann nur mit deutsch-synchronisierten Filmen. Obwohl ich sonst gerne Filme in der Original Version schaue, geht das im Flieger leider gar nicht. Da eine Gehirnhälfte immer ein bißchen in Angst lebt, schafft es die andere nicht sich auch noch auf Englisch zu konzentrieren. Alles was ich im Flugzeug mache muss also so einfach wie möglich sein: Deutschsprachige Filme, nicht allzu anspruchsvolle Lektüre. Die Musikauswahl: Laut und voller Beats. Erst nach einigen Stunden dann ruhig und entspannend. Bloß aber keine Songs in denen es irgendwie um das Sterben geht. Die werden panisch weiter weggeklickt.

noch 7 Stunden zum Ziel

Sie haben ihr Ziel erreicht – nicht. Noch 7 Stunden.

Punkt 4) Suche dir den richtigen Sitzplatz aus

Das hilft mir immerhin so halbwegs. Ich buche grundsätzlich immer einen Platz auf der rechten Seite. (Langstrecke: Mittelreihe) Außerdem sollte der Platz auf dem Flügel (Langstrecke) bzw. knapp hinter dem Flügel (Kurzstrecke) sein. Notausgänge bitte nur 3 bis maximal 4 Reihen entfernt. Reihenummer bitte ungerade. Am besten Reihe 15. Einfach nur so.

Punkt 5) Iss eine leichte, gut verdauliche Mahlzeit vor dem Flug.

Ganz ehrlich? Ich esse vor dem Fliegen meistens noch das Leckerste was geht. Ob das immer so gut verdaulich ist, bezweifle ich. Fakt ist: Sollte diese Mahlzeit meine Henkersmahlzeit gewesen sein, muss sie doch wenigstens gut geschmeckt haben. Außerdem habe ich im Flieger nur sehr selten Appetit. Andi freut sich regelmäßig, dass er meine Snacks abgreifen kann. Umso besser wenn ich dann noch ausreichend was im Magen habe.

Meat Art Streetfood Kopenhagen Papiroen Burger

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Punkt 6) Wenn du die Möglichkeit hast: Schau dir die Arbeit des Piloten an.

Während unseres Fluges mit einer Chessna über das Okavango Delta in Afrika konnte ich genau dies tun. In der kleinen Maschine, die gerade mal Platz für 5 Personen bot, konnte ich den Piloten von Start bis zur Landung genau beobachten. Irgendwie hat mich das allerdings nur noch nervöser gemacht, da dieser zwischendurch irgendwelche Berichte geschrieben hat, sich mit Sonnencreme einschmierte und ständig seine Sonnenbrille putzte. Das Steuer hatte er dabei natürlich nicht in seinen Händen. Das war für mich gruselig. Zumal man in der kleinen Chessna jeden kleinen Windstoß spürte.

Pilot Okavango Delta Chessna

Punkt 7) Denke an etwas Schönes. Denke nicht über die Flugangst nach.

Ich denke an die gelungene Landung. Ja. Schön. Nur noch 9 Stunden entfernt. Ohje. Positiv denken klappt nur solange es im Flieger nicht ruckelt.

Gibt es also gar nichts was mir hilft? Es ist wirklich schwierig…das mit dem Fliegen und mir. Manchmal gibt es Flüge da bin ich super entspannt ohne irgendwas dafür getan zu haben. Ein anderes Mal krampfe ich jedoch völlig zusammen. Nur eines ist klar: Durch meine Angst lasse ich es mir nicht nehmen, die schönsten Länder dieser Welt zu erkunden.

Geholfen dabei hat mir auf den letzten Flügen folgendes:

# 1 Flüge auf Flightradar24.com beobachten

Wenn bei uns der nächste Flug ansteht, tummel ich mich oft auf dieser Webseite rum. Ich verfolge unseren anstehenden Flug und klicke dann auf das eine oder andere drumherum fliegende Flugzeug. Auch unsere alten Routen gucke ich mir manches mal an. Zum Beispiel die über den Atlantik – von Amsterdam nach Panama. Atlantikflüge beängstigen und faszinieren mich gleichermaßen. Wenn ich dann sehe, wie viele Maschinen gleichzeitg in der Welt unterwegs sind, beruhigt mich das. Vor allem, wenn es Billig Airlines sind. – Wenn die nicht abstürzen, dann unsere europäischen Flieger auch nicht.

Da wir in einer Einflugschneise wohnen, schaue ich mir auch oft die Flüge in der App an, die ich gerade über uns hören kann. Manchmal sind das mehrere in nur ein paar Minuten. Wenn wir dann selber vom Flughafen Tegel starten, denke ich daran das wir genau über unser Wohnhaus fliegen und da bisher noch nie n Flieger ungegfragt runtergekommen ist.

# 2 Ultra-Mega-Fette Kopfhörer

Ich hätte nie gedacht, dass es mir hilft: Aber wir haben tolle große Kopfhörer von Teufel. Eigentlich wollte ich die nur für Zuhause haben…zum Musik hören während des Bloggens. Irgendwann habe ich die dicken Klopper dann doch mal mit in den Flieger genommen – und siehe da. Sie schirmen die Außengeräusche wahnsinnig gut ab. Ich kann mir die Musik oder den Film schön laut stellen. So muss ich mich weniger konzentrieren. Und vor allem: Ich höre kaum noch Flugzeuggeräusche. Da mich diese immer nervös machen, geht es mir mit den Kopfhörern tatsächlich um einiges besser. Auf der Langstrecke Kapstadt – Amsterdam konnte ich damit zum ersten Mal einen Film am Stück durchgucken.

Absolut empfehlenswert, wenn auch platzraubend im Handgepäck!

# 3 Bücher übers Fliegen während des Fliegens lesen

Auf unserem Flug nach Mallorca habe ich mir das Buch „Warum Sie oben bleiben“ durchgelesen. Eigentlich verrückt sich während des Fliegens so viele Gedanken um das Fliegen und die Angst davor zu machen. Dennoch hat es mich unglaublich beruhigt. In dem Buch wurden diverse Geräusche und Mechanismen erklärt. Ich habe erfahren, das praktisch jedes wichtige Teil im Flieger (vor allem eben die Elektronik) doppelt oder gar dreifach verbaut ist. Jedes Mal wenn ich etwas neues gelernt habe, habe ich es sofort Andi mitgeteilt. (A la: Dieses Geräusch ist jetzt gerade das Fahrwerk etc.) Das Wissen hat mir zumindest für den Hin- und Rückflug die Angst genommen. Zudem verging die Zeit ausnahmsweise wirklich mal wie im Flug.

KLM Fenster putzen

Vor’m Abflug: Erstmal schön das Fenster putzen.

#4  Reisetabletten

Ich möchte hier keines Falls dazu raten Tabletten gegen Flugangst zu schlucken. Ich nehme sie auf Langstrecke trotzdem. Grund dafür ist aber eigentlich nicht meine Flugangst, sondern meine Reiseübelkeit, die sich sonst nur beim Autofahren zu Wort meldet, neuerdings aber auch bei Langstreckenflügen. Da die Reisetabletten leider sehr müde machen, hilft es mir im Flieger etwas zu schlafen. Und wie wir wissen ist schlafen immer noch die beste Medizin. Auch gegen Flugangst.

#5 Ultra Müde fliegen

Es gab bisher 2 Flüge in meinem Leben, da war mir wirklich alles piepegal. Abstürzen? Na und! Hauptsache ich kann dabei in Ruhe schlafen.

Istanbul – Berlin und Kapstadt – Amsterdam waren diese Flüge. Der erste ging unverschämt früh morgens, der zweite erst kurz vor Mitternacht. Scheinbar muss ich vom Urlaub unglaublich platt gewesen sein. Ich wollte jedenfalls nur noch schlafen. Obwohl ich im Flieger, wenn überhaupt nur im Halbschlaf bin, fand ich sogar die Turbulenzen ganz angenehm: So schön wackelig. Und wackeln bzw. schaukeln verleitet uns ja schon seit Kleinkind Alter zum Schlummern.

#6 Den Piloten kennen und mit Promis fliegen

Gut. Das ist für mich jetzt auch nichts alltägliches. Aber einmal haben wir auf einen Konzert einen Piloten und eine Stewardess kennengelernt. Als wäre Berlin eine Kleinstadt, war dies zufälligerweise genau der Pilot mit dem wir 3 Wochen später nach Mallorca fliegen sollten. Kann es eigentlich wirklich solche Zufälle geben?

Weil wir uns so gut verstanden haben, durften wir vor dem Flug ins Cockpit. Als ich gesehen habe wie relaxt die beiden Piloten sind (auf dem Tablet wurden noch Spiele gespielt) wurde ich auch entspannter. Außerdem wussten wir von den Urlaubsplänen des Piloten, wir kannten seine nette Freundin und er lieh uns auf dem Flug noch eine DVD aus. Wie soll ich es beschreiben? Dieser Flug war plötzlich so normal, real und menschlich. Da konnte doch gar nichts schief gehen.

Außerdem waren Jan Josef Liefers und Anna Los mit an Board. Zwar besitzen auch die beiden keine Anti-Absturzgarantie, aber ich war irgendwie trotzdem beruhigt (Ängste enstehen ja immerhin im Kopf).

Anflug auf Mallorca

Anflug auf Mallorca

#7 Öfter mal mit der Bahn fahren

Wir lieben das Bahnfahren. Bekundet habe ich diese Liebe ja hier schon mal öffentlich: Eine Liebeserklärung an das Bahnfahren.

Und so nutzen wir wo es nur geht eher die Bahn als den Flieger. Zuletzt in Afrika (28 Stunden), Vietnam (16 Stunden), Deutschland (5 Stunden). Bevorstehend: Stettin, Krakau und Warschau.

Trotzallem: Es gibt Momente die machen mich beim Fliegen glücklich. Das Gefühl so weit weg von all den Sorgen dieser Welt zu sein. Die unbeschreiblichen Wolkenformationen. Sonnenauf- und -untergänge und nicht zuletzt: Der traumhafte Zielort. Dafür lohnt es sich immer wieder Ängste zu überwinden!

Und wie geht es euch so beim Fliegen? Spürt ihr die grenzenlose Freiheit oder doch eher so die grenzenlose Angst?

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18 Kommentare

  1. Hallo Janine,

    toller Beitrag!!! Beim Fliegen habe ich auch immer wieder Beklemmungen und bin froh, wenn die Maschine wieder unten ist. Dabei gehört das Fliegen für mich mit zu den faszinierensten technischen Dingen, die ich live miterleben kann. So erst im Juni, mein kürzester Linienflug: von Norddeich nach Juist in 5 Minuten.

    Als junger Kerl habe ich mit dem Fliegen überhaupt keine Probleme gehabt. Hab so manchen Rundflug extra mitgemacht: Russischer Doppeldecker AN-2, Segelflieger, Hubschrauber, viele kleine Maschinen mit nur 4 Plätzen und auch mehrmals die Langstrecke in den Urlaub…

    Aber wie du schon schreibst, man sollte auf die schönen Dinge im Leben wegen Angst nicht verzichten. Dann tu es eben mit Angst.

    Viele Grüße, Detlef Zabel

    • Janine sagt

      Lieber Detlef,

      vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob.
      Der 5 Minuten Flug ist echt ulkig. In den würde ich mich sogar ganz gut trauen, weil ich weiß der Spuk ist direkt wieder vorbei. :-)

      Bei mir hat sich die Flugangst auch mit der Zeit eingeschlichen. Als Kind und Teenager bin ich super gern geflogen…ohne irgendwelche Ängste. Komisch, dass sich das so entwickelt..dabei wird die Technik ja eigentlich immer sicherer gemacht…

      Aber wie gesagt: Die Angst siegt nicht, sondern das Fernweh!

      Liebe Grüße Janine

  2. Punkt 7 ist Klasse, an was Schönes denken. Woran denkt man am besten, wenn es Turbulenzen gibt?
    Ich habe zwar keine Flugangst, fliege aber auch nicht mehr so gern wie früher. Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen/Fliegen ;-). Liebe Grüße, Ines

    • Janine sagt

      Haha :-) Ja an was schönes denken..eben gar nicht so einfach, wenn man durch Turbulenzen fliegt. Da kann ich mich selber auch leider nicht austricksen…ich versteife mich viel zu sehr in das Geschehen…
      Dir und euch auch noch weiterhin viele gute Flüge und vor allem: Die tollsten Urlaubsziele!
      Liebe Grüße Janine

  3. Mir geht es genauso… Im Flieger bin ich immer gestresst und habe Angst. Ich steige zwar in den Flieger, bin bei der Landung aber immer völlig fertig. Bis jetzt habe ich noch nichts gefunden, was wirklich hilft, aber ich probiere gerne deine Tipps aus. Übrigens, Sa ich von Beruf Statistikerin bin, habe ich mir die Studie mit diesem „sichersten Verkehrsmittel“ mal angeschaut und mir Vergleichsstudien durchgelesen. Die Statistik ist leider etwas gekürzt worden… Flugzeuge sind zwar heute sicherer als früher, aber das sicherste Verkehrsmittel sind sie nicht :-( Aber vielleicht willst du das gar nicht so genau wissen, also überspringt du am besten die obigen Zeilen ;-)
    Liebe Grüße
    Maria

    • Janine sagt

      Ja. So geht es mir auch. Ihc steige auch jedes Mal in den Flieger, nach dem Flug bin ich aber auch total k.o.. Und ich habe auch richtig Hunger…denn oben im Flug esse ich wenig bis gar nichts (je nach Flugdauer), merke durch die Angst den Hunger auch nicht. Sobald ich mich dann aber am Boden wieder entspannen kann, meldet sich auch das riesige Loch im Bauch. Immer wieder komisch.
      Ohje….die Zeile mit der Statistik habe ich leider nicht übersprungen. Aber ich werde auch nicht weiter nach recherchieren ;-)
      Was ist denn das sicherste Verkehrsmittel? Rollschuhe? Haha… Vielleicht die Bahn?
      Liebe Grüße Janine

      • *hihi* Du wirst dich wundern… Wenn die Statistik richtig gerechnet wird, ist tatsächlich der Fahrstuhl – ja, es ist ein Verkehrsmittel ;-) das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Bei einer Million Fahrten lediglich ein Vorfall und keine Tote. Ich habe auch erstmal geschmunzelt. Dann die Bahn und dann erst der Flieger. Das Auto ist immer noch abgeschlagen auf dem letzten Platz.
        Viele Grüße
        Maria

        • Janine sagt

          Der Fahrstuhl? Hahaha. Ich würde ja gern mit dem Vorlieb nehmen..aber der bringt einen ja nur in die Höhe und selten in die Entfernung.. schade. Schön wenigstens dass die Bahn gleich drauf folgt. Platz 3 für das Flugzeug? Ich hoffe es arbeitet sich die nächsten Jahrzehnte auf Platz 1. Immerhin hat es auch etwas aufzuholen. Hihi.
          Danke für diese spannende Info (Wenn auch nicht so richtig beruhigend. Urlaub ab sofort nur noch mit dem Fahrstuhl auf den Wolkenkratzer ;-) ) LG

  4. Hallo Janine,
    toller Artikel, ich glaube du sprichst allen aus der Seele, die Flugangst haben. Ich habe immer den Eindruck mit dieser Angst nicht so ganz ernst genommen zu werden. Ich glaube mein größtes Problem ist das Gefühl nicht aussteigen zu können, weshalb ich auf Kurzstreckenflügen auch weniger Angst habe. Wenn ich in einem Bus oder Zug Angst bekomme, kann ich theoretisch an der nächsten Station aussteigen und diese Möglichkeit reicht mir schon. Mir hilft Punkt 5 am meisten. Dennoch steige ich nur in einen Flieger, wenn es nicht anders geht. Ich fahre lieber zwei Tage mit dem Zug als 3 oder 4 Stunden in einem Flugzeug zu verbringen.
    Viele Grüße Anja

    • Janine sagt

      Hallo Anja,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist interessant, dass es doch wirklich vielen Menschen so geht. In abgestuften Ausprägungen. Es ist ja auch einfach nicht unser Element..da oben in der Luft…Fliegen..dass machen wir ja auch erst ein paar Jahrzehnte…
      Mir geht es da ganz genau wie dir. Das Problem nciht aussteigen zu können. 12 oder 13 Stunden Non-Stop in der Luft. Keine Notbremse, keine Zwischenhalte.
      Genau..im Bus oder Zug denke ich mir auch jedes Mal: Zur Not könntest du beim nächsten Stopp raus…Kürzere Flüge vertrage ich auch besser…da ist mir nicht ganz so Angst und Bange.
      Interessant, dass es echt noch andere Menschen gibt, die lieber 2 Tage zugfahren 3 oder 4 Stunden zu fliegen. :-D Zugfahren ist aber auch viel cooler. Man kann sich frei bewegen…die Luft ist nicht so trocken, Arthrose Risiko ist auch nicht da, Essen und Trinken darf man selbst alles mit rein nehmen (vor allem eben Getränke) und es ist meistens nicht so beengt…
      Auf das Zugfahren!
      Wobei ich trotzdem froh bin, dass das Flugzeug erfunden worden ist. Viele Länder wären sonst zeittechnisch gar nicht möglich.
      Liebe Grüße Janine

  5. Hallo Janine,
    eigentlich kann ich nicht behaupten, dass ich Flugangst habe. Ich finde es auch ziemlich schön, während des Fluges aus dem Fenster zu schauen und alles von oben zu sehen und so. Trotzdem hatte ich letztes Jahr vor unserem langen Flug nach Chile (15 Stunden) ein komisches Gefühl. Ich war schon lange keine Langstrecke mehr geflogen und fand es plötzlich unheimlich so lange in der Luft zu sein und vor allem so lange einen großen Ozean zu überqueren. Diese Gedanken hatte ich mir aber vor dem Flug gemacht, während des Fluges war ich dann eigentlich ziemlich entspannt und konnte auch schlafen.
    Trotzdem versuche ich generell auch oft mit dem Zug zu fahren. Vor allem auf kürzeren Strecken natürlich. Während einer Zugfahrt sieht man nämlich viel mehr von der Umgebung und es ist auch ein bisschen umweltfreundlicher. :)
    LG Johanna

    • Janine sagt

      Liebe Johanna. Ich mag es bei Kurzstrecke auch ganz gern aus dem Fenster zu schauen. Ich liebe es auch durch die Wolken zu fliegen. (Zumindest bei der Landung) Und am meisten mag ich es, wenn wir im Regen losfliegen und über den Wolken plötzlich die Sonne lächelt. So schön.
      Aber den Atlantikflug (das war für mich meine erste Langstrecke) fand ich auch ziemlich komisch und gruselig. Wasser – überall nur Wasser. Da konnte ich gar nicht schlafen. Gratuliere dass du es geschafft hast. Ich muss echt entspannter werden ;-)
      Und ja: Zugfahren ist viel intensiver als Fliegen. Man sieht die Landschaft, man reist meist mit sehr vielen Einheimischen und kommt meiner Erfahrung nach viel besser ins Gespräch mit diesen. (Zum Beispiel in der Bordküche)
      Zug fahren ist schön :-)

  6. Toller Artikel! Ich habe keine Flugangst, nur wenn es wackelt und rüttelt oder komisch riecht oder oder oder ;-) Tatsächlich ist meine größte Angst, dass ich mich übergeben muss, ich bin leider schnell Seekrank. Mir helfen Reisetabletten auch sehr gut, denn die machen mich müde und dann ist mir auch alles egal.

    • Janine sagt

      Hahaha. Nur wenn es wackelt, rüttelt…oder oder oder ;-)
      Hast du auch auf Kurzstrecke die Probleme mit der Übelkeit? Bei mir ist es komischerweise nur auf der Langstrecke.
      Schön aber, das den Menschen alles egal ist, wenn sie müde sind. Hihi. Finde das irgendwie spannend. Grundbedürfnisse eben :-)

  7. ohje, flugangst stelle cih mir seeeehr mühsam vor. ich fliege auch nicht gern und dank meinen nebenhöhlen sollte cih es auch derzeit wirklich nicht tun, weil die gefahr eines weiteren trommelfellrisses sollte ich mich verkühlen sehr hoch ist und das muss ich echt nicht haben. ich hatte aber ähnliche probleme sehr lange mit dem autofahren. zum glück ist es mittlerweile besser, als ganz entspannt bin ich immer noch nicht.

    • Janine sagt

      Stimmt liebe paleica. Ich hatte von deinen Problemen gelesen. Echt schlimm :-(
      Auto fahren ist mir auch nicht so das liebste. Zumal mir da immer schlecht wird. Aber zumindest ist man dabei keine 10.000 m von der Erde entfernt.
      Am liebsten ist mir der Zug. Dann das Schiff. Dann das Auto.
      Leider ist das Flugzeug aber am schnellsten und bei wenig Urlaubstagen damit am effektivsten..

  8. Unter Flugangst leide ich Gott sei Dank nicht. Dafür bin ich relativ groß und deshalb sind Flugzeuge für mich meistens trotzdem nicht das Gelbe vom Ei. Gerade Langstreckenflüge mag ich überhaupt nicht…

    Herzlich,
    Anna

    • Janine sagt

      Gibt es überhaupt jemanden der Langstrecke mag? Vielleicht Bussiness oder First Class Flieger. ;-) Ich verstehe das mit deiner Größe. Im Flugzeug ist groß sein, echt nicht schön. Ich bin 1,70 Meter und fand es bei Langstrecke KLM diesmal sehr gut. Bei der alten Economy Class anstrengend. Am besten war es aber mit Singapore Airlines. Kaum zu glauben welchen Unterschied ein paar Zentimeter Beinfreiheit ausmachen können.

      Liebe Grüße Janine

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