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Kleine Buchweltreise – Round up Post Teil 2

Buchweltreise Round Up Post

Darf’s noch ein bißchen Mehr sein? Mehr Spannung, mehr Abenteuer, mehr Kulturen und mehr Einblicke in die Welt? Und das alles ohne in den Flieger zu steigen? Alles von der Couch oder dem Liegestuhl aus? Ich freue mich sehr euch heute weitere 8 richtig tolle Literaturtipps, ausgewählt von anderen Reisebloggern, zu präsentieren. Dieses Mal geht es von Indien, in den Ruhrpott und weiter ins Herz und wahre Leben Venedigs. Es geht auf klischeehafte Gruppenreisen, Spuren- und Tätersuche in Salzburg, ins ungarische Internat und zweimal um die ganze Welt.

Vielen lieben Dank an alle Blogger die mitgemacht haben für dieses schöne Lese Potpourri.

Mit allen Sinnen nach Indien
Buchtipp von Paleica / Episodenfilm

Der Gott der kleinen Dinge – Arundhati Roy

Immer wenn ich gefragt werde, welches Buch aus einer anderen Kultur mich am meisten berührt hat, fällt mir sofort „Der Gott der kleinen Dinge“ ein. Es war damals das Lieblingsbuch einer Freundin von mir, das ich fast nur ihr zuliebe zu lesen begonnen habe.

Es ist lange her, seit ich es gelesen habe und es steht definitiv auf der Liste der Bücher, die ich noch ein zweites Mal erleben möchte. Denn erleben ist hier das richtige Wort, weil es mehr ist als nur „lesen“. Die Eindrücke davon sind immer noch intensiv. Ich hatte das Gefühl, Indien zu erleben –nicht als Tourist, sondern als Teil der Kultur. Ich konnte in diesem Buch Dinge erleben und genießen von denen ich weiß, dass ich sie in der Realität, wäre ich wirklich dort, nicht genießen könnte. Es war eine fantastische Reise der Fantasie, die alle Sinne bediente.

Das Buch beschreibt eine indische Familiengeschichte in Kerala, im Spannungsfeld aller kultureller Herausforderungen, Protagonisten sind die Zwillinge Rahel und Estha. Das Buch ist schön und hässlich, schillernd und dumpf, aromatisch und stinkend, voller Gegensätze und etwas, das man nicht vergessen wird, wenn man sich darauf einlässt.

Der Episodenfilm, der vormals Drahtseilakt genannt wurde, ist meine Spielwiese, mein Sandkasten, wo ich mit Hütchen und Förmchen meine Welt baue. Zusammengesetzt aus Fotografie, Reisen, Natur, Gedanken, Erfahrungen, Gefühlen entsteht hier eine bunte Seifenblase, mein Limbus. Ich nehme euch mit auf meiner Reise durch die Welt, den Alltag, die Ausflüge und zeige euch alles was und wie ich es sehe. Meine Kamera ist das Auge meines Herzens. Hier gibt es Platz für Schönes, für lebenswerte Momente, aber auch manchmal für traurige Gedanken zur Vergänglichkeit, zur Zeit und was meinen Kopf voll Gefühl und mein Herz voll Gedanken sonst noch beschäftigt.

Episodenfilm Blog

Venedig bei Regen- Venedig in Echt
Buchtipp von Julia / Bezirzt.de

Leben in Venedig – Dirk Schümer

Ein Regentag in Venedig ist für Touristen eine Katastrophe. Statt gemütlich durch die Gassen zu schlendern, ist Drinbleiben angesagt. Wenn es in Venedig regnet, dann meist richtig und der Wasserdampf in den engen Gassen verwandelt die Lagunenstadt in einen tropischen Souk. Für die waschechten Venezianer ist der Regen jedoch ein Segen. Am schönsten sind die Tage, an denen es gar nicht mehr aufhören will zu schütten. An solchen Tagen schnüren sie ihre Boote mit Plastikfolien zu und gehen in die nächste Bar. An den Tresen finden sich Kioskbesitzer, Polizisten und Souvenirverkäufer ein und fachsimpeln über das Wetter, Gott und die Welt. Gibt es Hochwasser? Wie war das Fußballwochenende und wie steht es um die Wahlen? Heute wird kein Geschäft mehr gemacht, die Stadt und ihre Bewohner können durchatmen.

Leben in Venedig

Leben in Venedig / Foto: Julia

In Dirk Schümers Buch „Leben in Venedig“ ist der Name Programm. Es geht nicht um die disneyhafte Kulisse für Touristen, es geht um das Leben der echten Venezianer, zum Beispiel an einem solchen Regentag. Wenn man durch das verwunschene Labyrinth irrt, dann vergisst man gerne, dass hier tatsächlich Menschen leben und arbeiten. Tagein, tagaus. In 54 Geschichten nimmt uns der in Venedig lebende Autor mit hinter die Kulissen. Erzählt von Lucio, dem Wirt, dessen Leidenschaft das Singen ist, von den Filmfestspielen und dem Karneval jenseits der Touristenmassen. Ein Buch, das sogleich wieder Lust auf die verwunschene Lagunenstadt macht, die so viel mehr ist, als man im ersten Blick erahnt.

Julia ist freie Autorin und kann ihre beiden Leidenschaften endlich verbinden, das Reisen und das Schreiben. Auf ihrem Blog www.bezirzt.de erstellt sie keine Listen oder Must-Sees sondern erzählt kleine Geschichten rund ums Reisen. Ab und an teilt sie auch ihre Lesetipps, denn mit dem Lesen von fernen Ländern fing eigentlich alles an.

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Morden im Salzburger Stil
Buchtipp(s) von Gudrun / Reisebloggerin.at

Ihr wart noch nie in Salzburg? Dann kann ich euch die Krimis von Manfred Baumann wärmstens empfehlen. Ihr wart schon mal in Salzburg? Auch dann laden die Bücher rund um Kriminalkommissar Martin Merana zu einer spannenden Entdeckungsreise ein. Die Schauplätze, an denen Baumann seine Leichen ablegt, sind weltberühmt.

Im Erstlingswerk „Jedermanntod“ findet man den Darsteller des Todes aus Hofmannsthals „Jedermann“ auf der Bühne vor dem Domplatz, in seiner Brust steckt ein Dolch.

Im neuesten Buch „Mozartkugelkomplott“ stirbt ein als Mozart verkleideter Schauspieler an einer vergifteten Mozartkugel in Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse.

Wem das ganze zu konstruiert wirkt, dem sei gesagt: Salzburg ist so. Immer ein wenig überdreht, überladen, pompös, ganz besonders zur Festspielzeit.
Nur ein besonnener Kommissar kann die verworrenen Fälle lösen, wobei es nicht nur darum geht, schnell den Täter oder die Täterin zu finden. Baumann liefert viel Geschichtliches über die Stadt mit, zum Beispiel im „Mozartkugelkomplott“ die Geschichte über die Entstehung der Salzburger Mozartkugel, das Original gibt es nur in Salzburg und nur in der Konditorei Fürst zu kaufen.

Salzburg

Salzburg / Foto: Gudrun

Einen Reiseführer über Salzburg braucht man nach der Lektüre der Krimis nicht mehr.

Bisher sind fünf Krimis mit Martin Merana in der Hauptrolle erschienen, einer wurde mit Manuel Rubey in der Hauptrolle verfilmt.

Seit 2011 berichte ich auf meinem Reiseblog über kleine und große Reisen. Sehr gerne betrachte  ich Länder und Städte von oben. So bezwinge ich gerne Kirch- und sonstige Türme und war schon mit Kleinflugzeugen, Heißluftballonen und Hubschraubern unterwegs. Durch das viele Reisen habe ich entdeckt, wie schön mein Heimatland ist und bin auch sehr gerne in Österreich unterwegs.

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Reise hinter die dunklen Mauern eines ungarischen Mädcheninternats
Buchtipp von Lu / Lu Morgenstern

Abigail – Magda Szabó

Für die kleine Buchweltreise habe ich ein ungarisches Buch ausgewählt, das mich seit meiner Jugend begleitet. Ich habe es sicher schon drei Mal gelesen und werde es wahrscheinlich gleich wieder tun, wenn ich das hier zu Ende geschrieben habe: Die Geschichte beginnt im Herbst des Jahres 1943. Gina, 15 Jahre alt und Tochter eines Generals, muss von einem Tag auf den anderen ihren gewohnten und geliebten Alltag hinter sich lassen. Sie muss sich, ohne Leb wohl sagen zu können, von ihrem Leben in Budapest und ihren Freundinnen trennen. Ein Mädcheninternat soll ihr neues zu Hause werden. Doch Gina kann sich nicht an diese strenge Welt, die Traditionen der reformierten Kirche und die anderen Mädchen im Internat gewöhnen. In ihrer Verzweiflung versucht sie zu fliehen und erfährt erst danach von ihrem Vater den wirklichen Grund für ihren Aufenthalt an diesem, für sie so schrecklichen, zugleich aber einzig sicheren Ort. Sie muss dorthin zurück und sich mit ihm, seinen Regeln und jeder einzelnen Person arrangieren, ob sie will oder nicht. Es ist lebenswichtig.

Für Gina beginnt eine bewegende Zeit und ich habe bei jedem Mal lesen mitgefiebert und mitgelitten. Auch als sie sich entscheiden muss, ob sie sich dem angeblichen Schutzengel des Internats anvertrauen und ihn um Hilfe bitten soll – Abigail, eine Statue aus Stein. Wie kann sie sicher sein, dass dieser Schutzengel keine Legende ist? Dass sie den Mädchen im Internat wirklich hilft? Dass ein mutiger Mensch hinter Abigail steckt, der sein Leben riskieren wird, um Gina aus ihrer Gefahr zu retten? Am Ende dieses fesselnden Romans werdet ihr es wissen. 😉 Ich befürchte allerdings, dass das Buch nur noch gebraucht erhältlich ist, weil es schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat.

Auf ihrem Blog Lu Morgenstern – Ein Reisetagebuch verbindet Lu seit 2015 Dinge, die sie liebt. Und weil sie Geschichten so sehr mag, stellt sie dort nicht nur lieb gewonnene Bücher rund um´s Reisen vor, sondern erzählt vor allem selbst Geschichten, die sie auf ihren Fernreisen und Kurztrips, aber auch vor der eigenen Haustür erlebt hat.

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Ein Höllentrip zwischen Feldbett und Funkloch
Buchtipp von Detlef / detlefzabel.de

Hummeldumm – Tommy Jaud

Mit Reiseliteratur hat mich schon mein Vater als kleines Kind versorgt. So lernte ich schon früh, mich in Büchern und fremde Welten zu verlieren. Und das träumen begann… Diese Leidenschaft ist bis heute geblieben und so mancher Traum konnte schon erfüllt werden.

Hier möchte ich eine etwas andere Reiseliteratur vorstellen und vor allem empfehlen. Ich weiß, Tommy Jaud ist nicht jedermanns Sache, aber mit „Hummeldumm“ hat er doch eine leichte und äußerst witzige Reisebeschreibung niedergeschrieben.

Er nennt es eben einen Höllentripp und er beschreibt hier sein Erlebnis auf einer Safari in einem Kleinbus, mit einer kleinen kunterbunten (Reise-)Truppe, die sich bald hassen, lieben, gegenseitig helfen und dann wieder sonst wohin schicken möchten. Und nebenbei immer auf der Suche nach einem Ladekabel und Handyempfang…

Wo ging es nochmal hin? Ach ja, es war eine Rundreise durch Namibia. Aber das ist aus meiner Sicht hier eigentlich völlig egal, denn diese äußerst amüsante Beschreibung der Reisegesellschaft ist das Wesentliche. Denn so eine Begegnung der dritten Art kann Dir überall passieren. Manch einer hat genau solche Erfahrungen schon gemacht und ist danach lieber zum individuellen Reisen übergegangen, als sich noch einmal mit solch einer Truppe durch ein fremdes Land kutschieren zu lassen.

Hier einmal die Kurzbeschreibung des Autors aus seiner Sicht:
9 Trottel mit albernen Sonnenhüten. 271 gar nicht mal so wilde Tiere. 3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus. Und weit und breit kein Handynetz.
„Ich drückte meine Nase ans Busfenster und blickte hinaus ins weite Land. Die Namibier winkten uns und lachten. Klar lachten sie, sie waren ja frei. Wir nicht. Wir waren die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit“

Wie schon gesagt, keine hochanspruchsvolle Reiseliteratur wie sonst, aber mal ganz ehrlich: Das Leben ist ernst genug und mal eine kleine Auszeit davon und garantierten Lachern ist nicht zu verachten. Ich brauchte gerade jetzt genau dieses Buch!

detlefzabel.de ist eine noch im Aufbau befindliche Website, auf der es nicht nur ums Reisen geht. Aber diese Rubrik wird stetig ausgebaut, denn das ist meine größte Leidenschaft. Und es müssen nicht immer nur die großen, weiten und spektakulären Reisen sein. Auch die kurzen Trips in die nähere Umgebung können absolut reizvoll sein…

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Mitreißen und mitreisen – Abenteuer auf und zwischen den Wellen
Buchtipp von Alexandra / Meine Umwege

Boarderlines – Andreas Brendt

Da sitze ich, meine Füße rechts und links vom Board ins Wasser getaucht. Ich sehe sie kommen. Die perfekte Welle. Meine Welle. Ich paddle wie verrückt und spüre wie sie mich mitreißt. Ich springe auf die Füße und reite dieses vibrierende Biest. Meine Fingerspitzen berühren die Wasseroberfläche während ich dahingleite und ich werde vom größten Glücksgefühl überrannt, dass ich mir hätte je vorstellen können.

Surfen Andreas Brendt

Foto: Andreas Brendt

Nein, ich kann nicht surfen. Aber während ich Boarderlines von Andreas Brendt lese, kann ich es vor mir sehen, ich kann es spüren, es durchfährt jede meiner Faser: Ich kann surfen. Andi entdeckt 1996 das Wellenreiten für sich und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Welt. Er zeigt uns Bali und weckt in uns die Liebe zum surfen, wir machen eine Roadtrip durch Australien, besorgen uns Gras bei fiesen Gangstern in Südafrika, bekommen Magen-Darm in Sri Lanka, surfen die längste Welle der Welt in Peru und verlieben uns in Frankreich in Loli. Andi teilt alles mit uns. Dazwischen liegen viele weitere Abenteuer auf dieser Welt, die Andi Schlag auf Schlag, mit einer Portion Kölner Humor und Warmherzigkeit erzählt. Wenn Andi etwas gelungen ist, dann uns mitzureißen. Er erzählt lebendig und authentisch, in guten und in schlechten Zeiten. Andi teil in seinem Buch alles mit uns. Und das macht dieses Buch für mich mitreißender und lebendiger wie ein Buch es schon lange nicht mehr für mich war.

Ich bin Alex und gehe ab November auf Weltreise. Dafür verlasse ich meine Sicherheiten, gebe alles auf was ich besitze und erzähle euch auf meinem Blog www.meine-umwege.de von meinen wirren Gefühlen und verrückten Abenteuern.

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Ohne Geld raus in die weite Welt
Buchtipp von Christian / aconcagua.de Reiseblog

Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs – Fabian Sixtus Körner

Der Autor macht es allen vor, die gern eine lange Reise machen würden, aber bislang – aus welchen Gründen auch immer – nicht den Mut dazu hatten. Mit 255 Euro auf dem Konto schnappt er sich seinen Rucksack und fliegt nach Shanghai, wo ihm ein Professor einen Job in einem Design-Büro zugesagt hat, von dort hangelt er sich fast zwei Jahre lang weiter über alle 5 Kontinente. Fabian Körner sieht seine Reise als „Design-Walz“, d.h. er versucht, die alten Regeln der Zimmermannsgesellen auf die moderne Welt zu übertragen, also insbesondere nicht gegen Bezahlung sondern nur gegen freie Kost und Logis zu arbeiten.Er ist also kein „digitaler Nomade“, der mit seinem Laptop durch Bloggen oder sonst eine ortsungebundene Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdient, sondern arbeitet in sehr unterschiedlichen Branchen.

Indien Kinder

Indien / Foto: Christian

Einige der Kritiken, die ich anderswo gelesen habe, bemängeln an dem Buch, es sei eine Aneinanderreihung von Praktikumsberichten, was in gewisser Weise auch stimmt, aber die Arbeitsaufenthalte bringen es eben auch mit sich, daß Körner tief in die kulturellen, zwischenmenschlichen, musikalischen, gastronomischen Besonderheiten der jeweiligen Stadt oder des Landes eintauchen kann, da er monatelang Tag und Nacht mit Locals zu tun hat. Und das ist deutlich mehr „Tiefgang“ als es mancher, der ein ganzes Land in 3 oder 4 Wochen bereist, zu bieten hat. Dazu kommt, daß einige der Stationen und Jobs recht ungewöhnlich sind: In Malaysia zum Beispiel hilft er, einen Model-Contest auszurichten, in Äthiopien organisiert er eine Fotoausstellung, in Alexandria (Ägypten) arbeitet er in einer Werft für Luxus-Yachten, in Indien lebt er in einer Art Experimentallabor für Digitales und Nachhaltigkeit.

Das ganze ist ziemlich flott, humorig und an den richtigen Stellen auch durchaus selbstironisch geschrieben. Man darf keinen umfassenden Reisebericht zu den einzelnen Ländern erwarten, denn den möchte der Autor gar nicht liefern, aber den jeweiligen Mikrokosmos, der ihn jeweils ein paar Monate umgibt, den beschreibt er klasse!

Christian von aconcagua.de bezeichnet sich selbst als „travel-addicted since 1990“. Böse Zungen behaupten, er hätte überhaupt nur wegen der Semesterferien studiert. Heute übt er einen „seriösen“ Job aus, reist aber nach wie vor so oft und so lange er kann, stets auf eigene Faust. Immer wieder ziehen ihn die großen Landschaften wie Patagonien, der Himalaya, Sibirien oder Äthiopien in ihren Bann. Auf seinem Blog schreibt er ausführliche und reich bebilderte Reiseberichte und gibt praktische Tipps.

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Lebenseinblicke in den Ruhrpott vom Fenster-Rentner
Buchtipp von Jessica / Yummy Travel

Dat Leben is kein Trallafitti: Der Fenster-Rentner erklärt die Welt – Otto Redenkämper

Da ich Ruhrpott-Mädl bin, muss ich natürlich auch ein Buch aus der Heimat vorstellen. Eins habe ich mehr als verschlungen: Dat Leben is kein Trallafitti von Otto Redenkämper. Authentischer Ruhrpott Charme trifft auf eine sehr witzige Story. Otto, ist Fensterrentner durch und durch. Sein Tagesablauf – Morgens: Kaffee, danach Stippvisite am Fenster, Mittags: Treffen mit den Kumpels am Kiosk. Otto erzählt auf eine sehr authentische Ruhrpott- Art und Weise wie er sich in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen zurechtfindet. So wird aus einer Mücke auch gerne mal ein Elefant. Vom Besuch beim Arzt, dem Schneeschipp-Wettbewerb im Winter und anderen Eskapaden, die seine Frau Wilma bisweilen in den Wahnsinn treiben. Auch ein Ausflug nach Lüdenscheid – Nord, wie Schalker Fans die Fußballhauptstadt Dortmund nennen, darf natürlich nicht fehlen. Wie ein roter Faden durch das Buch zieht sich die Beziehung zwischen Otto und dem rotzfrechen „Bocksprung-Blag“. Otto ist anders, aber doch wie so viele Rentner hier im Ruhrgebiet. Seine einzigartige „Ruhrpott-Schnauze“ überzeugt und bringt mich immer wieder zum lachen. Vor einem muss ich warnen: Es könnte sein, dass dich das Buch süchtig macht. Ich habe es an einem Abend verschlungen.

Jessica schreibt auf ihrem Blog yummytravel.de über ihre Reiseerlebnisse auf der ganzen Welt, gewürzt mit einer Prise Fotografie. Ihr Herz hat sie allerdings an ihre Heimat – den Ruhrpott, verloren.

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Lust auf noch mehr Buchtipps? Dann lest doch noch den ersten Teil des Round Up Posts und  meine eigenen Buchempfehlungen:

Teil 1: Kleine Buchweltreise – Round Up Post

Kleine Bücherweltreise – Meine Empfehlungen

12 Kommentare

    • Janine sagt

      So kurz vorm Urlaub hab ich es gar nicht mehr geschafft zu antworten. Ich danke dir das du mitgemacht hast. Genau auf solche Tipps wie deiner hatte ich gehofft. 🙂

  1. Das Buch „Der Gott der kleinen Dinge“ hat mich auch sehr fasziniert, das ist definitiv ein Buch zum noch mal lesen. Und das Buch „Leben in Venedig“ habe ich mir grad bestellt, das klingt wie ein Sehnsuchtsbuch!

    • Janine sagt

      Ich muss schneller mein aktuelles Buch (Couchsurfing im Iran) auslesen, da ich es kaum erwarten kann so richtig in „Der Gott der kleinen Dinge“ einzutauchen. Und Salzburg wartet ja auch noch.Vielen, vielen Dank nochmal!

  2. Ab Freitag ist mein Buch „In 70 Jahren um die Welt“ (Ullstein) im Handel. Es wäre schön zu hören, wie es dir gefällt. Einen schönen Tag wünscht Wolfgang

    • Janine sagt

      Ich habe es mir gerade eben gekauft und bin schon sehr gespannt. Du wirst von mir hören. Definitiv 😉

  3. Lu Morgenstern sagt

    Gute Aktion, Janine, und schöne Tipps! Über Journeyman hab ich auf meinem Blog auch schon geschrieben, weil ich das Buch ganz unterhaltsam fand. Den Fenster-Rentner von Jessica habe ich schon auf dem Kieker und die anderen Bücher klingen auch toll. Da ist sicher was Schönes für den Sommer dabei. Liebe Grüße Lu

    • Janine sagt

      Danke nochmal liebe Lu fürs Mitmachen. Ich freue mich auch total über die schönen Tipps die zusammengekommen sind. Zeit zum Lesen kommt ja immer wieder.
      Gerade jetzt in Afrika hatten wir ne 28 stündige Zugfahrt. Richtig toll um mal ein paar Stunden am Stück zu lesen. 🙂
      Liebe Grüße und einen schönen Lese- und Reisesommer!

  4. Hallo Janine,
    das sind wirklich tolle Buchtipps. Falls ich mal einen akuten Fernwehanfall bekomme, werde ich auf deine Liste zurückgreifen und mit Hilfe der Bücher ein bisschen in die Ferne schweifen. 🙂
    LG Johanna

    • Janine sagt

      Danke liebe Johanna…für all die Bücher die ich jetzt auf meiner Liste habe, brauche ich 3fach so viele Urlaubstage… oder einfach doch mal n All-Inklusive Urlaub mit nur am Pool liegen und lesen.. Hihi..

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