Weltreise, Weltreise Abenteuer
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2 Monate, 6 Länder, ein wenig Angst, ein bißchen Mut und ganz viel Herz

2 Monate Weltreise

73 Tage ist es her. Da haben wir uns in die kleine, komische Maschine nach Riga gesetzt. Nach nicht mal 2 Stunden Flugzeit starteten wir unsere Weltreise. In Europa. In einer Stadt, die auch gut als Wochenendtrip machbar ist. Und so fühlte sich auch noch gar nichts nach Weltreise an. Wir schliefen im modernen Mercure Hotel mit tollen Extras wie Fußbodenheizung. Wir sahen die selben Läden wie in Berlin. Aßen gutes europäisches Essen. Waren sogar noch mit unserer deutschen Handy Flatrate online. Und dann stiegen wir ein paar Tage später in das Flugzeug das uns nach Georgien bringen sollte. Die Aufregung wurde größer…die Erwartungen und Spannung stiegen. Morgens halb 4 erreichten wir den Flughafen von Tiflis. Boris, unser Fahrer, wartete schon auf uns. Grummelig und brummig. Als Andi ihn aber irgendwann das Wort Druschba (Freundschaft) entgegen warf, war das Eis gebrochen. Nach ein paar Stunden Schlaf in unserer Unterkunft machten wir uns auf den Weg Tiflis zu erkunden. Wir liefen durch große, wuselige Straßen. Es war heiß. Tausende fremde Gerüche umströmten uns, tausende fremde Gesichter schauten uns an. Wir fühlten uns in der ersten Stunde in Tiflis sehr fremd und verloren. Tatsächlich sprachen wir uns gegenseitig sowas wie Mut zu: „Hey, so ging es uns jetzt doch schon an so vielen Orten in der Welt. Denk mal an Hanoi…oder an Istanbul. Das wird schon. Wir werden schon warm mit der Stadt. Früher oder später..“

Der Anfang – alles zuviel? Schaffen wir das?

Irgendwas war aber anders. Waren wir sonst so glücklichen Weltenbummler doch etwas überfordert? Ich glaube schon. Dabei war überhaupt nichts passiert. Wir liefen ja nur diese riesige Straße entlang. Und doch fühlten wir uns verloren. 1 Jahr sollten wir uns nun von Ort zu Ort durchschlagen und immer wieder von vorne anfangen? Jedes Mal neu orientieren. Wo gehen wir essen? Wo holen wir Geld? Wo kaufen wir ein? Wo fährt der Bus? Wo ist es schön? Bekommen wir das alles hin?

Ja. Es war die erste Stunde in Tiflis die uns bewusst machte, was in diesem 1 Jahr auf uns zukommen würde. Und dann?! Dann wurde alles gut.

Wir fanden uns in Georgien schnell zu Recht. Wir buchten Zugtickets. Nutzen die einheimischen Marshrutka Minivans. Fanden tolle Orte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Mit dem Besuch bei der Familie meiner Freundin, fühlten wir uns eine Zeitlang sogar richtig heimisch.

Georgien hatten wir nicht nur gut gemeistert, sondern sehr genossen.

Bauchschmerzen vor dem Iran

Und dann wurde es Zeit uns auf die nächste Etappe unserer Reise vorzubereiten. Wir saßen also in unserem gemütlichen Apartment in Tiflis und durchstöberten das Netz zu allen möglichen Infos über den Iran. Die Tatsache das wir kein Geld vom Automaten ziehen können, unsere Kreditkarten nicht funktionieren würden, Hotels nicht über die gängigen Buchungsplattformen buchbar sind und es überhaupt an Hotels mangelt (finden wir überhaupt noch einen Platz zum schlafen???) bereiteten uns irgendwie Bauchschmerzen. Dazu kam noch der bevorstehende Grenzübergang Aserbaidschan – Iran der im Internet als abenteuerlich und super anstrengend beschrieben worden ist. „Warum haben wir uns eigentlich nochmal so eine komplizierte Route ausgesucht?“ war der Satz der in den Tagen vor der Abreise aus Georgien am meisten gefallen ist. (Auf Platz zwei landete mein Gejammer über das bevorstehende Kopftuch und die langen Klamotten, die im Iran für Frauen Pflicht sind.)

Grenzerfahrungen

Aber zunächst warteten noch ein paar schöne Tage in Aserbaidschan auf uns. Wir fuhren von Tiflis aus mit dem Nachtzug nach Baku. Ach machte das Spaß in unserer Zweier Kabine. Die Landschaft sauste an uns vorbei, wir hörten unsere Lieblingsmusik und verarbeiteten die letzten 4 Wochen in Georgien, bis der Zug hielt und die Grenzbeamten einstiegen. In Georgien noch total angenehm: Unsere Pässe wurden eingesammelt und nach 20 Minuten freundlich wieder zurückgebracht.

Georgien Aserbaidschan Nachtzug

Betten beziehen im gemütlichen Nachtzug.

In Aserbaidschan lief alles etwas strenger ab. Der Grenzbeamte stieg mit einem Koffer in den Zug, bezog ein Abteil und rief nach und nach die Passagiere zu sich. Er machte Fotos von uns, nahm Fingerabdrücke und tippte allerlei Zeugs in seinen Laptop. Nach knapp 10 Minuten war der Einreisestempel in unserem Pass. Zurück in unserem Abteil wurde dieses von einem Soldaten gemustert. Mit einer Kamera leuchtete er auch die schwer zugänglichen Bereiche ab. Dann wurden wir aufgefordert unser Gepäck zu öffnen und befragt, ob wir schon mal in Armenien waren. (Wir waren noch nie da. Und das ist in dem Fall auch besser so, denn zwischen den beiden Ländern gibt es einige Spannungen.) Obwohl wir nichts zu verbergen hatten fühlte ich mich wie ein Schwerverbrecher. Der Soldat griff sich aus Andis Rucksack sofort die Reiseführer. Vielleicht war ja doch ein Armenien Guide dabei. 😉 Als er die Bücher kurz durchblätterte und sah das es Iran, Usbekistan und Mongolei waren, war er einigermaßen zufrieden. Streng zogen er und sein Kollege ab und ich konnte endlich wieder entspannen.

Bei solch unfreundlichen, kalten Kontrollen könnte man glatt die Lust am Reiseland verlieren. Grenzkontrollen sind mir einfach zu wider. Viel zu streng, brummig und ab und an auch willkürlich. Vor allem eben die über Land. Wie schön doch unser (fast) grenzenloses Reisen durch Europa ist.

Baku – und was machen wir hier eigentlich?

Nach einer entspannten Nacht im Zug erreichten wir das moderne Baku. Wir waren überrascht von der Stadt und haben uns direkt wohl gefühlt. Baku bietet viele Annehmlichkeiten, eine tolle Altstadt, leckeres, günstiges Essen und ein absolutes Highlight, von dem ich bald noch im Blog berichten werde.

Vor den Flametowers in Baku

In Baku angekommen, waren wir nun schon mehr als 1 Monat unterwegs. Und es gefiel uns gut. Richtig gut. Jetzt wieder ins Büro zu gehen und im Fernweh zu versinken konnten wir uns absolut nicht vorstellen. Nur bei mir gab es noch das eine oder andere Mal den Moment wo ich dachte: Oh Gott…was machen wir eigentlich? Wir können doch nicht wirklich 1 Jahr aussetzen?! Ich bekomme bestimmt Ärger, wenn wir wieder im Land sind.

Aber Ärger von wem denn? Einen Chef habe ich ja nicht mehr, Familie und Freunde haben uns auch mit offenen Herzen gehen lassen und bestehende Verpflichtungen gibt es nicht. Zu viel Trubel vor der Abreise mit Arbeitsamt, Krankenkasse, Bürgeramt und Co. haben eben noch lange nachgesetzt.

Unrealistisch war die Situation trotzdem noch immer. Kein Job, kein Amt, keine Behörde schreiben uns vor wie wir zu leben haben. Wir haben unser Lebensglück selbst in der Hand und wir umschließen es ganz fest. Ein lieber Kollege von mir hat in seinen WhatsApp Status stehen: „Wenn du loslässt, hast du 2 Hände frei.“.  Wie sehr trifft das doch unsere Situation: Zuerst konnte ich nur mit der einen Hand loslassen. Es brauchte eine Weile mich auf das jetzige Leben einzulassen. Aber die Reise durch den Iran hat mir geholfen auch mit der zweiten Hand loszulassen. Und nun sind sie beide frei und können jeden Tag nach dem Glück greifen!

Was ist also im Iran passiert? In dem Land das uns in Georgien ja noch so viel Kopfzerbrechen und Bauchschmerzen bereitet hat.

Iran – Ein Land wie kein anderes

Von Baku aus fuhren wir mit einem Nachtzug Richtung iranische Grenze. Nicht zum ersten Mal auf dieser Reise spielte uns das Leben einen – vielleicht nicht Schutzengel – aber doch kurzweiligen Freund an unsere Seite. Wir teilten unser Abteil mit einem Iraner, der uns nicht nur viel Interessantes zur Geschichte und Kultur des Irans erzählte, sondern uns anbot gemeinsam den Grenzübergang zu meistern.

Und so wurde aus unseren Schreckensvorstellungen ein relativ unkomplizierter Grenzübertritt. Wir waren nun tatsächlich im Iran. Unglaublich. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht irgendwann im Leben einmal „Urlaub“ im Iran zu machen. Und hätten wir uns nicht unbedingt die Fast-Nachbarländer Georgien und Usbekistan auf unserer Weltreise anschauen wollen, dann wäre es sicherlich auch niemals dazu gekommen.

Verpasst hätten wir dann ein Land, das mit Worten unmöglich zu beschreiben ist. Es ist nicht unbedingt die Landschaft, auch nicht die uralte persische Kultur oder die wuseligen Städte, die den Iran so besonders machen. Es sind die fantastischen Menschen auf die man trifft. Vollkommen bedingungslos reichen sie dir die Hand und nehmen dich mit ihrer Freundlichkeit gefangen. Egal ob ein kurzes Gespräch, eine Einladung zum traditionellen Essen oder tagelanges Sightseeing. Im Iran ist einfach alles möglich. Und Pläne die man sich selbst gemacht hat, sind nur dafür da, um von irgendeinen freundlichen, herzensguten Iraner durchkreuzt zu werden. (Denn das ist die (nur leicht überspitzte) Regel im Iran: Keine 10 Schritte, ohne eine neue Bekanntschaft, die dir irgendwas zeigen oder erzählen möchte.)

Iran Gastfreundschaft

Eh‘ man sich versieht, sitzt man schon in einem iranischen Wohnzimmer und wird umsorgt. :-)

Seele und Herz arbeiten im Iran auf Hochbetrieb, denn es ist unmöglich so viel ehrliche Freundlichkeit einfach so nebenbei zu verarbeiten. In einem Land das global so in der Kritik steht, haben wir eine so unfassbar gute Zeit verbracht, das es fast paradox scheint. Selten haben wir uns irgendwo so sicher gefühlt. Noch nie wurden wir irgendwo so herzlich aufgenommen. Was blindes Vertrauen ist, das haben wir erst im Iran gelernt.

Und so konnte ich gar nicht anders als auch mit der zweiten Hand loszulassen. Denn ich benötigte sie, um sie all den herzlichen Menschen entgegenzustrecken.

3,5 Wochen verbrachten wir in den unterschiedlichsten Städten des Irans. Dann aber wurde es Zeit Abschied zu nehmen. Wir fühlten beide, dass es trotz all der positiven Begegnungen, anstrengend geworden war, das Land zu bereisen. Zu viel Lärm und Staub, zu teure Hotels (die ihr Geld nicht wert waren) und das Kopftuch sowie die langen Klamotten wollte ich auch wieder loswerden. Endlich wieder selbstbestimmt sein.

Plan B muss her

Ursprünglich wollten wir über Turkmenistan ausreisen und Usbekistan über den Landweg erreichen. Da uns die turkmenische Botschaft aber nach 2 Wochen immer noch nicht sagen konnte, ob wir das Visum erhalten würden, planten wir einfach um und buchten einen Flug nach Dubai.

Was für ein irres Gefühl: Am Donnerstag in einem Internetcafé zu sitzen und für Freitagnachmittag einen Flug in ein anderes Land zu buchen. Wann konnten wir im Leben jemals so spontan sein?

Im ersten Moment war die Antwort aus der turkmenischen Botschaft ein Rückschlag, im zweiten Moment, aber auch sehr befreiend: Wir hatten es versucht, wollten uns dem Abenteuer stellen. Es sollte vielleicht nicht sein. Nun einen Umweg über das luxuriöse Dubai zu machen, kam uns nach den letzten Wochen voller Entbehrungen irgendwie entgegen.

Und so haben wir die 5 Tage in Dubai auch sehr genossen. Es waren vor allem die Kleinigkeiten: Schnelles Internet, Geld aus dem Automaten, endlich wieder anziehen was man möchte (einen kurzen Moment habe ich mich ohne Kopftuch und mit kurzen Ärmeln richtig nackt gefühlt), keine gesperrten Internetseiten, die man mit VPN Server entschlüsseln muss, Restaurants und Imbisse an jeder Straßenecke, geregelter Verkehr (So krass wie im Iran war es noch nirgends. Dort fährt man wirklich ohne Rücksicht auf Verluste und Straßen überqueren machte mir oft Angst..).

Unser Highlight in Dubai, war dann der Besuch im Atlantis Wasserpark. Schon komisch. Nicht mal 2 Flugstunden entfernt, wäre es undenkbar, dass Frauen und Männer zusammen im Wasser Spaß haben. So wunderbar die Menschen im Iran auch waren, zu viele Einschränkungen gibt es dort. Und so haben wir unsere Freiheit wahrscheinlich noch etwas mehr genossen als sonst.

Dubai Atlantis Wasserpark

Inzwischen sind wir in Usbekistan angekommen. Wir sind gespannt was uns hier erwarten wird. Die ersten Tage jedenfalls waren bereits überraschend schön. Tashkent ist für eine Hauptstadt sehr entspannt. Die Menschen freundlich, das Essen lecker.

73 Tage sind wir nun also unterwegs und mit jedem Tag fühlt sich der Geschmack der Freiheit besser an. Ängste und Zweifel, die uns vor der Reise geplagt haben, haben sich in Luft aufgelöst. Alles ist noch so viel besser als erträumt. Nicht jeder Tag ist ein Highlight, aber jeder Tag ein kostbares Geschenk!

Kategorie: Weltreise, Weltreise Abenteuer

von

Weltentdecker, Erdbeerfee, Kolibri-Geschwirr- und Hundenasenstupser-Verliebte. Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern und den schönsten Orten der Welt!

13 Kommentare

  1. Ein spannender Bericht! Es war sicher sehr lehrreich, mal einige Wochen Kopftuch und lange Klamotten bei Hitze zu erleben… und dabei ist das iranische Kopftuch ja noch luftig gegenüber den Bindeweisen in diversen arabischen Ländern. Ich finde es immer sehr schwer zu verstehen, wie viele Frauen das angeblich freiwillig so tragen.

    Hoffentlich zeigst du uns irgendwann noch mal mehr Fotos aus dem Iran!

    Genießt die Zeit weiterhin!!!

    Liebe Grüße,
    Heike

    • Janine sagt

      Liebe Heike, genau das war es! Die Zeit im Iran war sehr lehrreich. Man lernt seine eigene Freiheit ganz schön zu schätzen, auch wenn das Kopftuch nur sehr locker getragen wird (zumindest in den Städten), merkt man einfach das das Aufgezwungene, die Menschen unglücklich macht. Genau wie alles was Spaß macht, auch verboten ist…etc. pp.
      Du hast allerdings recht. Auf unseren Zwischenstopp in Dubai waren die Frauen wirklich noch verschleierter…und ihr Selbstbewusstsein (im Gegensatz zu den Iranerinnen) haben viele leider bei ihrem Mann an der Tür abgegeben. :-(

      Bilder aus dem Iran wird es demnächst endlich geben. Ja!!! :-)

      Liebe Grüße aus Usbekistan,
      Janine

  2. So schön, dass du deine Gedanken und Zweifel teilst. Ich kann das gut nachvollziehen, es würde mir sicher ähnlich gehen. Hat man Strukturen, fühlt man sich eingeengt, hat man keine, fühlt man sich etwas „verloren“.
    Genießt eure Zeit und seid lieb gegrüßt von uns 4en

    • Janine sagt

      Danke dir liebe Ines für deine Worte. Es gibt auf dieser Reise eben viel zu lernen..und das ist so wunderbar. Inzwischen fühlen wir uns gar nicht mehr verloren, sondern frei wie der Wind. Es wird schwer, dies in ein paar Monaten wieder aufzugeben. :-( Dennoch ist es schön, dass wir uns auf so vieles auf Zuhause freuen können. Auch auf euch! (Und auf Süßkartoffelpommes und Grillkäse bei euch im Garten???? :-D )
      Liebe, liebe Grüße an euch alle Vier!!!

  3. katy sagt

    ….gern hätte ich noch mehr gelesen :-) Ich bin froh, dass Ihr beide gesund seid und gespannt auf die folgenden Reiseberichte. Liebe Grüße, katy

  4. Carsten sagt

    Ihr Lieben,
    was für ein schöner Bericht mit einer ganzen Masse an Gefühlen drin. Es macht Spaß zu lesen, wie sehr ihr die Weltreise nun genießen könnt und welche interessanten und überraschenden Orte und Begegnungen ihr erleben könnt.
    Bei uns steht in einer Woche der Umzug an :-) Ist auch eine Art Reise – in ein neues Zuhause.
    Viele Grüße

    • Janine sagt

      Lieber Carsten,

      wir hoffen alles ist gut gegangen mit dem Umzug. Schön, dass es endlich soweit ist. Wir sind schon sehr gespannt, euer neues Heim nächstes Jahr kennenzulernen. Bis dahin solltet ihr ja auch fertig mit dem Auspacken sein?! :-P

      Vielen, vielen Dank, dass du (ihr) trotz soviel Stress immer mitlest. Das ist toll und motiviert zum Weiterschreiben.

      Liebe Grüße an euch alle Drei!!!

  5. mehr als 1x habe ich bei deinen worten ordentlich gänsehaut bekommen. das klingt alles unfassbar spannend, unwirklich und toll.

    • Janine sagt

      ohhhh..vielen, vielen Dank….das ist größte Motiviation :-)
      Ja…tatsächlich ist diese ganze Reise so unfassbar spannend, unwirklich und auch toll. Die (zweit)beste Entscheidung meines Lebens….und noch hält sie ein paar Monate an. Zum Glück! :-)

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