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So schön ist Kirgistan

Kirgistan

„Was wollt ihr denn in Kasachstan? Fahrt lieber nach Kirgistan, dort ist es doch viel schöner.“ So riet es uns meine usbekische Freundin. Und dann fuhren wir nach Kirgistan. Ob Kasachstan den Tadel tatsächlich verdient hat, das können wir nicht sagen, aber eines ist sicher: Kirgistan ist ein wunderschönes Land.

Begonnen hat unsere Reise in der kleinen Grenzstadt Osch. Wir kamen über Land von Usbekistan und machten uns nach nur einer Nacht in Osch direkt wieder aus dem Staub. Denn was wir wollten war Natur und die gab es vor allem im Norden und in der Mitte des Landes.

Unglaubliche Panorama Straße – Von Osch nach Bishkek

Nichtdestotrotz war es ein Volltreffer, dass die Grenze zu Usbekistan über Osch verläuft, denn die Straße von Osch nach Bishkek ist eine der schönsten Panorama Straßen, die wir bisher kennengelernt haben. Sie zieht sich über Stunden vorbei an Bergen, türkisblauen Seen und Flüssen (fast schon Karibikreif), dann wieder folgen kleine Bachläufe, weidende Pferde und Jurten so weit das Auge reicht. 12 Stunden saßen wir im Auto, gefühlt waren es jedoch gerade mal 4 oder 5 so schön war die Kulisse.

Wer sich also nach Kirgistan verirrt, sollte sich diese Panorama Straße keineswegs entgehen lassen. Es fahren Marshrutkas, also Sammeltaxis (9-11 Personen pro Transporter, ca. 10 Euro pro Person), Shared Taxis (4 Personen pro Auto, ca. 18 Euro pro Person) oder Privatautos (ca. 70 Euro pro Auto). Um sich ein Shared Taxi oder ein Privatauto zu organisieren, spricht man am besten die Betreiber der Unterkunft an.

Von Bishkek aus, zieht es die meisten nach nur wenigen Tagen direkt in die Natur. So war es auch bei uns. Vorher haben wir uns aber noch ein wenig Luxus gegönnt: Wäsche waschen, Sushi essen, etwas wärmere Klamotten shoppen….Und dann ging es auf nach Karakol.

Fahrt entlang des zweitgrößten Gebirgssees der Welt: Issyk Kul

Von Bishkek aus führt die Straße nach Karakol, von den knapp 5 Stunden Fahrzeit, allein 2 Stunden entlang des Issyk Kul. Mehr als 2 Stunden. Absoluter Wahnsinn. Wie kann ein See so groß sein? Landschaftlich gesehen ist auch die Fahrt entlang dieser Straße ein Traum. Auf der einen Seite die Berge – auf der anderen der See. Mithalten mit der Strecke Osch – Bishkek kann sie jedoch nicht.

Vor allem die Nordseite des Issyk Kul ist sehr beliebt bei den Bade-Urlaubern. Dementsprechend reihen sich hier auch die Hotels aneinander und es kann gerade im Sommer ganz schön voll werden.

Die Südseite des Sees ist hingegen verschont geblieben von großen Hotelbauten. Übernachten kann man hier in privat geführten Gästehäusern. Unsere persönliche Empfehlung geht hier an den Ort Tosor und das gleichnamige B&B. Hier gibt es einen wunderschönen Strand und den Zugang zu glassklarem Wasser. Wenigstens 2 Tage lässt es sich hier aushalten. Im Ort selbst gibt es zwar nicht viel zu sehen, umso entspannter ist jedoch die Atmosphäre.

Tosor Kirgistan

Feiner Sandstrand. Im Rücken die Berge.

Der Platz auf den Handtüchern und unter den Sonnenschirmen muss allerdings mit Eseln geteilt werden.

Anreise und Preise: Von Bishkek nach Karokol –  Marshrutka ca. 350 Som pro Person, Shared Taxis ca. 600 Som pro Person, Privat Auto ca. 2500 Som pro Auto. Einfach zum Busbahnhof in Bishkek gehen und verhandeln. Vor allem wenn wenige Touristen da sind, ist die Chance groß ein günstiges Privatauto zu ergattern.

Von Karakol nach Tosor – Marshrutka ca. 250 Som pro Person oder Taxi ca. 1500 Som pro Auto. Wer von Bishkek aus nach Tosor fährt bezahlt den Normalpreis der bis Karakol fällig wird.

Skazka Canyon – Der Märchen Canyon

Nur knapp 4 Kilometer von Tosor entfernt – und ebenfalls auf der Strecke Bishkek – Karokol Südseite gelegen, befindet sich der Skazka Canyon. Er trägt den Beinamen Fairytale Canyon, da man mit etwas Fantasie in den Umrissen der Berge Märchenfiguren erkennen soll. Ob Figuren oder nicht – märchenhaft und wunderschön ist er allemal.

Kirgistan Skazka Canyon Fairytale Canyon

Mit jedem Schritt und jeden (Höhen)Meter verändert sich der Canyon und bietet ein immer-noch-schöneres Bild. Auch die Farben sind unglaublich: Rot, Orange, Gelb, Ocker, Braun und Grau. In der Kombination einfach ein Hingucker.

Skazka Canyon Fairytale Canyon Kirgistan

Chinesische Mauer?

3 Stunden, vielleicht auch 4 sind wir durch den Canyon gelaufen und haben uns verzaubern lassen.

Anreise und Preise: Von Tosor oder Tamga aus einfach ein Auto oder die Marshrutka anhalten und sich bis zum Startpunkt (welcher groß an der Straße ausgewiesen ist) bringen lassen. Von dort sind es noch 2 Kilometer Fußmarsch bis der Canyon beginnt. Eintritt: 50 Som pro Person.

Alternativ lassen sich auch Touren zum Canyon buchen. Sowohl in Karakol als auch in Kochkor. Die Touristeninformation oder das CBT helfen weiter.

Wir empfehlen den Besuch des Canyons unbedingt mit einem Badetag in Tosor zu verbinden. 😊

Karakol – Das Tor zu den Bergen

Nun aber. Wir waren ja eigentlich auf dem Weg nach Karakol (tatsächlich haben wir den Stopp in Tosor erst auf dem Rückweg von Karakol eingelegt). Dort kamen wir dann Nachmittags bei grauem Wetter an und wurden von unserem Gastgeber ungefähr so begrüßt: Was wollt ihr denn 6 Nächte in Karakol?

Unsere Laune war dahin. Zumal Karakol weder direkt an den Bergen liegt (sehen tut man sie natürlich schon von dort…aber die Entfernung ist nicht fußläufig) und schon gar nicht am Issyk Kul. Hatten wir jetzt also wirklich den Zonk gezogen? Dabei gilt Karakol doch als das Tor zu den Bergen, als die meist angesteuerte Stadt Kirgistans.

Karakol Kirgistan

Karakol beheimatet viele bunte, teilweise russische Häuser. Sehr niedlich.

Naja. Erstmal was essen und ne Nacht drüber schlafen.

Am nächsten Morgen lachte dann nicht nur die Sonne, sondern auch unser Herz: Nicht weit von Karakol, nur eine mittelkurze Busfahrt vom Ort entfernt, gab es sehr wohl einiges zu tun.

Wanderung ins Altyn Arashan Tal

Die Wanderung in das 2400 Meter hochgelegene Tal, ist eines der Highlights im Gebiet rund um Karakol. Die 15 Kilometer führen meist entlang eines Flusses, rechts und links durch Berge und Wälder gesäumt. Eine richtige Idylle. Für den Weg, der zum Ende hin durch viel bergauf nochmal einiges abverlangt, benötigt man ca. 5-6 Stunden.

Wanderung ins Altyn Arashan Tal

Kirgistan Altyn Arashan Wanderung

Die Wanderung führt immer den Fluss entlang.

Wanderung ins Altyn Arashan Tal Kirgistan

Und bergauf. Mit tollen Ausblicken.

Die Belohnung wartet dann aber im Tal: Heiße Quellen. Was für eine Wohltat für die strapazierten Muskeln. Neben den natürlichen Quellen, die etwas abseits vom Tal liegen, betreibt ein Gästehaus, in 5 Kabinen Zugänge zu dem wohlig, heißen Wasser.

Blick aufs Altyn Arashan Tal Kirgistan

Blick ins Tal. Geschafft!

Wer bis hierhin noch nicht die Gelegenheit genutzt hat, in einer Jurte zu schlafen, kann dies im Tal endlich tun. Wir empfehlen das Eco Jurt Camp, welches wir in Karakol von der Touristeninformation haben buchen lassen. Das ist zwar kein Muss, aber da das Camp nur aus 6 oder 7 Jurten besteht, ist das die sichere Variante.

Eco Yurt Camp.

Verpflegt wird man im Tal durch die Unterkunft. Mittag und Abendessen kosten je ca. 250 Som, Frühstück ist im Übernachtungspreis enthalten.

Und noch was: Die „Doppelzimmer“ Jurten sind super gemütlich. Mit unglaublich dicken, kuscheligen Decken, so dass man nicht frieren muss. Die heißen Quellen sind im Eco Jurt Camp auch inklusive. Man bekommt einen Gutschein ausgestellt und geht damit zum Gästehaus, das die Quellen betreibt.

Anreise und Preise: Von Karakol zum Startpunkt der Wanderung fährt der Minibus Nummer 350 bis nach Ak suu (Achtung: Noch nicht beim ersten Stopp in Ak suu „Stadt“ aussteigen, sondern mitfahren bis er eine Art Feldweg einbiegt. Wo sich der Feldweg gabelt, steht ein Hinweisschild zur Wanderung. Hier geht’s los!)

Hinweisschild für den Startpunkt.

Jurtencamp: 500 Som pro Nacht / pro Person

Marshrutka: 25 Som pro Fahrt / pro Person

Wer nicht in Jurten schlafen möchte, kann auch in einem der 4 Gästehauser z.B. Ala Kul Guesthouse unterkommen. Preis: 600 Som. Mahlzeiten 300 Som. 

Reiten zum türkisblauen Ala Kul Bergsee

Schon das erste Bild, welches ich vom Ala Kul See gesehen habe, reichte aus um mich zu verlieben. DA mussten wir hin. DEN mussten wir sehen. Schnell kam jedoch die Ernüchterung: Den See erreicht man nicht an einem Tag, sondern in 3-4 Tagen inklusive Camping in den Bergen. Dafür fehlte uns jedoch jegliches Equipment. Nicht mal Schlafsäcke hatten wir dabei und die Nächte in diesen Höhen sollen eisig sein. Wir brauchten also einen Plan B. Ein Transportmittel. Und so machten wir vom Altyn Arashan Tal eine tolle Pferde Tour über Stock und Stein, durch Wasserläufe, Täler, Anhöhen, Abhängen bis zum Ala Kul See.

Ritt zum Ala Kul Lake Kirgistan

Naja…fast zumindest. Knapp 2,5 Kilometer vorm See, mussten wir von den Pferden und selbst weiterlaufen. 2,5 Kilometer? Kein Problem! Oder doch? Der Weg über den Pass, hinter dem der See liegt, ist mörderisch. Abartig steil und rutschig. Mit jedem Schritt vorwärts, rutscht man im Geröll zwei wieder bergab. Einen so deprimierenden Aufstieg haben wir noch nie bewältigt. So viel geflucht sicher auch noch nicht. Zweimal wollte ich aufgeben, drauf scheißen, auf diesen wunderschönen See, den ich schon liebte bevor ich ihn mit eigenen Augen gesehen habe. Eine Stunde, so lang dauerte der Aufstieg, waren die Qualen riesig. Aber dann oben angekommen, bewahrheitete sich seine Schönheit und die Liebe war unendlich groß.

Ala Kul See Kirgistan

Der Ala Kul See. Einfach nur schön und jede Mühe wert.

Bis der Abstieg folgte: Das ganze Geröll lag ja immer noch da. Teilweise mussten wir auf allen Vieren den Berg runterkriechen, die meiste Zeit „surften“ wir jedoch bergab. Nicht ganz ungefährlich. Wer Wanderstöcker dabei hat, ist bei diesem Trek klar im Vorteil.

Zurück auf dem Pferd ging es in knapp 2,5 Stunden wieder ins Tal. Und dann wieder in die heißen Quellen. Ein perfekter Tag!

Ritt zum Ala Kul See Kirgistan

Infos und Preise: Die Tour zum See, haben wir vor Ort im Jurten Camp gebucht. Die Pferde sind sehr gut trainiert und dementsprechend einfach zu reiten. Kosten: 5000 Som pro Pferd, das Pferd vom „Guide“ der mitreitet zahlt man ebenso.

Wer nicht reiten möchte (oder kann), wandert zum See. Wir haben auf dem Weg Wanderer getroffen, die die Strecke zum Ala Kul und zurück ins Tal an einem Tag geschafft haben.

Selbst wenn man es nicht bis zum See schafft, ist der Weg in diese Richtung wahnsinnig schön. Dementsprechend lohnt es sich also 2 Nächte im Altyn Arashan Tal zu bleiben.

Hinweis: Wer mehr wissen möchte zu der Mehrtageswanderung Richtung Ala Kul (Der See wird dann von der Gegenrichtung erreicht. Laut anderen Wanderern ist der Aufstieg dort nicht ganz so hart, der Rest der Wanderung aber schon.) kann hier vorbei schauen: Goats on the road

In den Bergen von Kochkor

Drei Tage lang durch die beeindruckende Landschaft von Kochkor reiten, in Jurten speisen und schlafen, Zähne putzen unterm funkelnden Sternenhimmel, einschlafen mit dem Wiehern der Pferde, aufwachen mit dem Meckern der Schafe. So spielt sich das Leben ab, in den einsamen Weiten des Landes und genau so hatten wir es uns gewünscht.

Jurten Camp Kirgistan nahe Son Kul

Jurten Camp auf dem Weg zum Song Kul See.

Der zweitgrößte See Kirgistans liegt umschlossen von einer unglaublichen Landschaft. Sie lässt sich kaum mit Worten beschreiben: Weit und mächtig, gleichzeitig aber auch idyllisch und verträumt.

Reiten zum Son Kul See Kirgistan

Unglaubliche Landschaften.

Ziel des Ritts, war der Song Kul See, den wir an Tag 2 erreichen sollten. Bis dahin, überquerten wir viele Pässe, Täler, Flussläufe, saftige Wiesen und steinige Anhöhen. Geschlafen haben wir in Jurten Camps. Anders als im Altyn Arashan Tal, jedoch nicht mehr auf Betten, sondern auf Matratzen. Verpflegt wurden wir von den Familien, die die Camps betreiben.

Reiten Kirgistan Son Kul

Son Kul Lake Reiten

Neben karger Landschaft, folgten auch einige Bachläufe.

Zugegeben: Anfängern wie uns, werden ganz schön die Hintern qualmen. Noch schlimmer schmerzten nur noch die Knie. Aber trotzdem war es ein einmalig schönes Erlebnis auf den Pferden durch die Landschaft zu traben und sich nicht satt sehen zu können. (P.S. Wir haben uns in Kochkor Kissen für den Popes gekauft. Erst wurden wir belächelt, dann beneidet.)

Wer nicht aufs Pferd mag, kann auch durch die Berglandschaft wandern. Dafür muss man zunächst allerdings von Kochkor knapp 50 Kilometer mit dem Auto zurücklegen. Die Fahrpreise in den Agenturen (CBT und Co.) sind relativ hoch bzw. unverschämt überteuert. Entweder schließt man sich also zusammen, hitchhiked oder bucht eine Kompletttour mit Jurten Übernachtungen.

Info: Wir haben unsere private Tour über Kyrgyz Riders gebucht und waren sehr zufrieden.

Ala Kul Ritt zum See Kirgistan

Allgemeine Reisehinweise zu Kirgistan

Fortbewegung

In Kirgistan kann man sich wunderbar individuell fortbewegen. Die Bahn ist jedoch leider keine Alternative, da das Streckennetz so gut wie gar nicht ausgebaut ist.

Günstigstes Verkehrsmittel sind die Marshrutka. Außerdem gibt es Minivans für 3-5 Personen, shared Taxis oder Privatfahrer.

Übernachten

Unterkünfte sind in Kirgistan günstig und leicht über die gängigen Buchungsportale zu finden. Schlafplätze in den Jurten, kann man auch spontan ergattern. Wir haben im Schnitt 27 Euro für private Doppelzimmer (oder Jurten) bezahlt.

Unser Empfehlungen:

Bishkek: Bishkek Centrum Hotel* (sehr modernes Hotel, schnelles Internet, Frühstück bis 12 Uhr. super nettes Personal)

Altyn Arashan: Eco Yurt Camp (nicht online zu finden, dafür telefonisch erreichbar: +996 3948 603 98 oder über die Touristeninformation buchbar)

Kochkor: Ala Too Guesthouse* (saubere, komfortable Zimmer mit eigenem Badezimmer, abseits des Troubles, trotzdem Zentrumsnahe)

Tosor: Tosor B&B (Zimmer mit eigenem Bad, sehr entspannte Athmosphäre, Lage nur wenige Meter vom Strand)

Touren und Infos

In Kirgistan wird man fast überall die einheimisch geführten Agenturen CBT  (Comunity Based Tourism) und Shepherds Life finden. Diese vermitteln authentische Home Stay und Jurten Camp Übernachtungen, Ausflüge, Fahrer und Guides. Das Geld geht direkt an die kirgisischen Familien, Guides und Co..

Essen und Trinken

Schlagsahne! Alle Sahne Fans kommen in Kirgistan voll auf ihre Kosten. Diese steht bei jeder Mahlzeit mit auf dem Tisch. Daneben wird gern Fleisch gegessen. Als Schaschlik, in Suppen oder gebraten.

Empfehlen können wir Laghman. Eine Art Suppe mit sehr dicken Nudeln und Hamel Fleisch. Außerdem Shorpo. Das hat etwas von einer Gulaschsuppe.

Laghman.

Wie überall in Zentralasien ist auch in Kirgistan Plov ein Renner: gebratener Reis mit Steckrüben und Hamel Fleisch.

Sehr lecker ist auch das bekannteste Gericht Beschbarmak. Vereinfacht gesagt ist das einfach nur ganz viel Fleisch mit Nudeln oder vorzugsweise Kartoffeln.

Beshbarmak. Lecker.

Borsch, die russische Rote Bete Suppe wird auch gern gegessen. Aufgrund der liebe zur Schlagsahne gibt es aber meist Sahne und kein Schmand dazu.

Borsch geht immer.

Getrunken wird Tee, vergorene Stutenmilch, salzige Milch sowie Schoro, ein Getreidegetränk.

Getreidegetränk, salzige Milch und Snack aus salziger Milch.

Kekc! Weißte Bescheid!

Geld abheben / wechseln

ATMs (Geldautomaten) sind in Hülle und Fülle in allen hier aufgeführten Städten vorhanden. Wechselstuben vor allem in Bishkek.

Visum

Für EU Bürger erfolgt die Einreise, sowohl über den Land- als über den Luftweg für 60 Tage visumsfrei. Die Einreise ist herrlich unkompliziert: Ankommen, Stempel abholen, Kirgistan entdecken!

Routenvorschlag

Osh – 1 Tag
Bishkek – 2-3 Tage
Karakol und Umgebung – 5-6 Tage wenn man gern wandert
Tosor und Fairytale Canyon – 2 Tage
Kochkor bzw. Song Kul See – 3-4 Tage

7 Kommentare

  1. Oh wie wunderwunderschön! Reiten in Kirgistan ist 100000000 Plätze hoch auf meine Reiseliste geschossen nach eurem Artikel! Der See sieht wunderschön aus, da haben sich doch alle Strapazen gelohnt 😛

    kurze Frage: Kann man das Essen auch ohne Fleisch bekommen oder ist man dann mega unhöflich? 😀

    Lieben Gruß,

    • Janine sagt

      Hey Franzi,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir freuen uns, dass dir unsere Eindrücke gefallen. Kirgistan ist echt eine Top Destination. Und das Reiten war so schön. Das Essen sollte auch ohne Fleisch zu bekommen sein, denn inzwischen sind viele Vegetarier dort unterwegs. Ab und an könnte es aber schon sein, dass das Fleisch einfach nur aussortiert wird, anstatt das Gericht erst gar nicht damit zu kochen. In den Jurten kochen die Familien nämlich ein Gericht für alle. Es standen aber immer mehrere Sachen auf dem Tisch. Salat, Brot mit Butter, Marmelade und sowas. Fragen nach Gerichte ohne Fleisch sind die Kirgisen aber gewohnt. In Restaurants gibt es auch oft vegetarische Gerichte. 🙂

      Liebe Grüße!

  2. Carsten sagt

    Wirklich ein toller Bericht mit schönen Fotos.
    Ich wusste gar nicht,dass ihr reiten könnt,habt ihr extra vorher in Deutschland ein paar Unterrichtsstunden genommen? Freies Reiten in der Natur (und nicht in der Halle oder auf dem Reitplatz) lernt man doch auch nicht in so kurzer Zeit,oder doch???

    • Nein, Reitstunden haben wir nicht genommen. Unsere ersten Reiterfahrungen haben wir in Costa Rica gemacht. Die Pferde in Kirgistan waren richtig gut im Umgang mit Touristen trainiert. Mit denen konnte man fast alles machen. Die Guides haben uns vorher nur gefragt, ob wir schon mal geritten sind und schon gings los. Nicht mal eine Einweisung haben wir bekommen, aber die brauchten wir auch nicht.

      In der Mongolei waren die Pferde nicht so gut trainiert. Hier haben wir erst mal eine lange Einweisung bekommen was wir beim reiten alles nicht machen dürfen (nicht trinken, keine Fotos machen, keine schnellen Bewegungen, keine lauten Geräusche… usw.). Hier durften wir auch nicht alleine reiten sondern wurden von unserem mongolischen Gastgeber an der kurzen Leine gehalten. Am Ende der Tour ist mein Pferd dann auch etwas ausgetickt und durchgegangen, ich weiß aber nicht warum. Jedenfalls bin ich vorsichtshalber abgesprungen und direkt mit dem Popo auf dem steinharten Steppenboden gelandet. Mein Hintern hat mir dann noch ein paar Tage weh getan.

      Fazit: Kirgisische Pferde sind super und sehr lieb. Hier kommt man auch ohne Reiterfahrung zurecht. Bei mongolischen Pferden (und auch Kamelen) sollte man besser aufpassen.

  3. ganz unglaubliche bilder von einem land, über das ich einfach gar nichts weiß. wow, ich bin echt beeindruckt. der canyon, der bergsee – einfach toll!

    • Janine sagt

      hihi. so ging es uns auch. wir wussten auch nicht viel über kirgistan (ehrlich gesagt gar nichts…) und wurden dann total überrascht. da würden wir definitv noch ein zweites mal hinreisen 🙂

  4. Sabrina sagt

    Was für ein toller Einblick!! Die Natur ist ja unfassbar schön! Tolle Bilder!! Ist schon Wahnsinn, dass man darüber nichts weiß….. Danke für den tollen Einblick! 🙂

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