Irland
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Irlands atemberaubende Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

Irland ist ein wunderschönes Land und bietet in allen Himmelsrichtungen unglaubliche Naturschauspiele und Landschaftsfacetten. Ohne irgendeinem Platz in Irland seinen Zauber oder seine Schönheit abzusprechen, ist es doch nicht von der Hand zu weisen: Die beeindruckenden Cliffs of Moher sind einmalig und atemberaubend. Meiner Meinung nach sollte kein Irland Urlaub ohne ein Besuch der faszinierenden Klippen beendet werden.

Die Cliffs befinden sich im Westen der Insel, nahe der Stadt Galway. Ganzjährig werden verschiedene Touren zu den Klippen angeboten. Ich war bereits 4 Mal dort und habe so schon alle Varianten des Besuches erlebt:

  • Besuch mit der guided-Tour

  • Besuch per Mietwagen

  • Besuch mit dem öffentlichen Bus

Wen die Vor- und Nachteile interessieren, erfährt diese zum Ende des Beitrages.

Die Steilklippen am atlantischen Ozean ragen aus eben diesen wie königliche Monumente. Bis zu 214 Meter erstecken sie sich in die Höhe. Der Blick nach unten ist faszinierend und atemberaubend. Fast noch schöner ist jedoch die Aussicht in die Weite. Die Cliffs erstrecken sich über 8 Kilometer und das Fotomotiv ist einzigartig (abgesehen davon, dass es millionenfach auf Postkarten, in Büchern, auf Webseiten etc. existiert 😉 ).

Die Cliffs of Moher vor knapp 10 Jahren

Als ich 2006 das erste mal dort war, waren die Klippen noch freies Gelände. Es gab ein paar Trampelpfade, ein paar Holzzäune, Kühe und Schafe und sonst nichts. Man konnte sich sogar auf die Klippenvorsprünge legen und so lange man wollte einfach nur in die Ferne bzw. nach unten starren. Es war ein kleines Abenteuer an den Vorsprüngen entlang zu wandern und diese majestiätische Schönheit zu genießen und in sich aufzunehmen. Es war ein authentisches und pures Erlebnis. Eine Erinnerung für die Ewigkeit.

 

Die Steilklippen heute

Heutzutage ist der Besuch der Cliffs of Moher zwar immer noch ein wahnsinnig tolles Erlebnis, aber bereits etwas eingeschränkter. Die Klippenvorsprünge sind nicht mehr erreichbar. Eine Mauer (bis zu 1,40m hoch) und Warnhinweise verwehren den Zugang. Außerdem gibt es gut ausgebaute Wege (was bei Regenwetter auch Vorteile hat). Es gibt ein Besucherzentrum mit allerlei Informationen und einer Aufwärmmöglichkeit an kalten Tagen.

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Hier sieht man 2006 bereits den Bau des Besucherzentrums

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Die ausgebauten Wege des Besucherzentrums heute

In Richtung O’Briens Tower ist also alles sehr gesteuert und organisiert. Der ursprüngliche Blick auf die Klippen ist verloren. Nun aber die gute Nachricht: In entgegengesetzter Richtung gibt es ein Warnschild, mit dem Hinweis: Bitte ab hier nicht mehr weitergehen.

Normalerweise respektieren wir Warnhinweise selbstverständlich, aber wenn man hier einfach stehen bleibt, verpasst man den (beinahe) unberührten Teil der Cliffs of Moher. Außerdem: Der Weg ab diesem Schild ist sogar ein Wanderweg, der zum Hag Heads führt – einer Turmruine nahe einer Halbinselspitze. Trotzdem besteht die Absperrung natürlich nicht umsonst, hier herrscht Absturzgefahr. Gerade bei starkem Wind und der weht hier oft. An vielen Stellen ist schon etwas Erde weggebrochen. Dennoch ist dieser Weg, direkt an den Klippen, einfach wunderbar abzulaufen und bietet fantastische Ausblicke. Wer genug Zeit mitbringt kann sich hier kleine Vorsprünge suchen und einfach nur eine zeitlang verweilen und die unbeschreibliche Atmosphäre genießen. Wer richtig viel Glück hat (ich hatte es trotz 4 Anläufe nicht) kann hier sogar die schönen Papageientaucher beobachten.

Cliffs of Moher im Nebel  Cliffs of Moher im Regen Blick in die Ferne - Cliffs of Moher  Cliffs of Moher    Cliffs of Moher Cliffs of Moher

  Cliffs of Moher Cliffs of Moher

Bei gutem Wetter können Wanderfreunde auch von Doolin nach Liscannsor 20km direkt an den Klippen entlang laufen. Hier kommt man dann auch am Besucherzentrum, den O’Briens Tower und Hags Head vorbei.

So oder so: Die Cliffs of Moher sind immer wieder einen Besuch wert, denn die Atmosphäre dort ist unbeschreiblich schön.

Die Besichtigung ist (Gott sei Dank) kostenlos. Nur der Parkplatz  kostet eine Gebühr.

Und wie kommt man dort nun hin?

Anreise und Besichtigung

1) Der Mietwagen. Natürlich der flexibelste Weg. Man hat alle Zeit der Welt und kann bis zum Sonnenuntergang (traumhaft) bei den Cliffs of Moher bleiben.

2) Die Tourbusse. Kosten: ca. 25-30 Euro p.P.. Zweimal habe ich diese Möglichkeit genutzt. Die Alternative für alle die nicht Autofahren können oder wollen. Die Touren führen einen vorab noch zu den Burren, einer schönen Steinlandschaft oder in eine Tropfsteinhöhle oder in ein Fischerdorf. Außerdem wird auf jeder Tour ein alte Ruine am See, die auf dem Weg liegt besichtigt. Dann wird noch kurz vor dem Ziel Halt für einen Mittagssnack gemacht. Letztendlich hat man dann an den Klippen nur noch zwischen 1 und 2 Stunden Aufenthalt und das ist eindeutig zu wenig. Wenn dann noch Regen aufzieht, so war es beim letzten Besuch von Andi und mir, dann ärgert man sich doppelt, dass man die schöne regenfreie Zeit in einer Tropfsteinhöhle oder in einem Pub verbracht hat. Also haben Andi und ich 3 Tage später einen zweiten Versuch gestartet und nutzen Variante 3.

Buchen kann man die Touren so gut wie überall in Galway. Flyer liegen überall aus: In Hostels, B&Bs und natürlich der Tourist Information.

3) Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus Linie 350 nach Ennis. Kostet ungefähr 20,00 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt. Der Bus fährt in der Woche 5 mal täglich.  An Sonn- und Feiertagen 4 Mal. Mit diesem Bus ist man zwar noch immer nicht so frei wie mit dem Mietwagen, aber es macht viel mehr Spaß als mit dem Tourbus. Wir suchen uns die Abfahrt selbst aus und sind relativ flexibel in der Rückfahrt. Zudem sind wir mit den Einheimischen unterwegs. 🙂 Die Busfahrt dauert ca. 2 Stunden. Wir selbst sind 10 Uhr abgefahren und haben dann den letzten Bus 19:22 Uhr genommen. Wir waren etwas nervös ob mit der Rückfahrt alles klappt. Nicht das der Bus ausfällt oder wir falsch standen. Aber es lief alles wunderbar. Der Bus war vor der Zeit am kleinen Haltepunkt auf dem Busparkplatz und brachte uns glücklich und zufrieden zurück nach Galway. Wer sich den Busfahrplan ansehen möchte kann hier klicken. Auf der Seite vom Busunternehmen Buseireann kann man auch online Tickets kaufen und bekommt damit einen Rabatt.

Übrigens: da uns der Bus so flexibel machte, haben wir noch den Sonnenuntergang genoßen. Und da wir das konnten, habe ich mit meinem Foto sogar den Septemberplatz im Irish-net.de Wandkalender für 2014 ergattert. 🙂

Cliffs of Moher

 

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12 Kommentare

    • Janine1501 sagt

      Ja die Cliffs sind wahnsinnig schön. Ach das ist ja toll, dass ihr auch ohne Zaun da wart. Wann war das ungefähr?
      LG

  1. Ohne Zaun und Wege hätte ich die Cliffs auch gerne erlebt. Das war sicher toll. Aber ich geb‘ dir auf alle Fälle recht, sie sind einfach bezaubernd. Und das Foto vom Sonnenuntergang hat den Platz im Kalender sowas von verdient! Cliffs of Moher bei Sonnenuntergang setz‘ ich auf die Liste. 🙂 LG aus dem Smaragdenland

    • Janine1501 sagt

      Ja das war klasse ohne Zaun und richtige Wege. Aber die Cliffs sind immer noch gewaltig…und wunderschön..zum Glück ist wenigstens der andere Weg noch offen. Seid ihr da eigentlich auch lang?
      Liebe Grüße Janine

  2. Hey Janine.

    Ein wirklich toller Bericht. Da sieht man mal wieder „früher war alles besser“ 😉 Heute lässt man da leider eher die Vorsicht walten, was auch seine Vorteile hat – ich möchte da niemanden runter fliegen sehen.
    Aber das scheint eine traumhafte Gegend zu sein. Muss ich unbedingt mal hin.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Janine sagt

      Hallo Tanja,

      ja..wenn du mal in Irland bist, lass die Cliffs auf gar keinen Fall aus! 🙂 Und da du eh schon so dicht an den Aran Islands dran bist würde ich die auch unbedingt noch besuchen.

      Liebe Grüße Janine

      P.S. Warum habe ich deinen Blog eigentlich erst jetzt entdeckt? Endlich wieder neuer Lesestoff 🙂

  3. Pingback: Die Sache mit der Löffelliste... | Finding Hummingbirds

  4. Das ist aber auch ein wirklich wunderschönes Bild! Ich werde die Cliffs dieses Jahr zum ersten Mal sehen und bin schon ganz heiß drauf. Trotz Sicherheitsvorkehrung 🙂

    • Janine sagt

      Ohh du glückliche. Auf unserer diesjährigen Reise haben wir die Cliffs auslassen müssen, weil wir nicht so weit in den Westen gefahren sind. Aber nächstes Mal will ich unbedingt wieder hin.
      Die Sicherheitsvorkehrung ist ja zum Glück nur auf der einen Seite. Lauft unbedingt noch auf der anderen Seite weiter (auch wenn es offiziell nicht erlaubt ist). Von dort ist mein Bild entstanden. Die Cliffs sind zwar überlaufen, aber trotzdem der Hammer. 🙂 Ganz viel Spaß schon mal.

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