Europa, Polen, Reisen ohne Mietwagen
Kommentare 6

Krakau – Höhepunkte und Sehenswertes

Krakau

Krakau – Charismatisch, lecker, voller Geschichte(n), bunt, lebhaft und von der Sonne geküsst.

Krakau – das war eine von drei Stationen auf unserem kleinen Polen Trip. Berlin-Stettin-Krakau -Warschau-Berlin. Unterwegs waren wir zu Fuß und mit dem Zug. Unsere Liebe zum Zugfahren hat der eine oder andere ja vielleicht schon rauslesen können. In Polen macht das Zugfahren besonders Spaß: Kostenfreie Getränke, funktionierendes WLAN und günstige Preise. Ach und das Essen im Zugbistro kann sich auch sehen lassen. Für uns gab es Bortsch – eine Rote Beete Suppe.

Traumunterkunft in Krakau

Wir erreichten Krakau nach einer 6 stündigen Fahrt. Unser erstes Highlight war unsere Unterkunft. Schon im Vorfeld habe ich mich auf das Czapskich Apartment total gefreut. Die Zimmer sind super modern und nach verschiedenen Themen eingerichtet, der Besitzer sympathisch und die Lage klasse. Nur ein paar Schritte von der Altstadt entfernt. Frühstück lässt man sich in einem von 2 Cafés schmecken. Mehr dazu im Schmackofatzigen Beitrag:  Polens Leckereien

Unser Zimmer habe ich bewusst wegen des kuscheligen Hochbetts und den schönen Kacheln im Bad ausgesucht. (Ja ganz genau. Ich suche Hotelzimmer nach der Schönheit der Fliesen aus. Wer denn bitte nicht?)

Informationen zur Unterkunft und die Fotos aller Zimmer findet ihr auf: Apartamenty Czapskich*

Unser Zimmer „VI Kościuszko“ mit urgemütlichen Hochbett.

Krakaus Altstadt

Und da wären wir auch schon bei Höhepunkt Nummer 2. Die wunderschöne Krakauer Altstadt. Sie erzählt viele Geschichten. Stündlich meldet sich zum Beispiel der Trompetenspieler aus der Marienkirche. Scheinbar fröhlich bläst er das Krakauer Trompetensignal Hejnal, bis er urplötzlich abbricht. Die Legende besagt, dass er im Jahr 1241 von den Mongolen per Tatarenpfeil erschossen worden ist, während er das Alarmsignal bließ. Und so gedenkt man seit dem 14. Jahrhundert zu jeder vollen Stunde (und in alle vier Himmelsrichtungen) an diesen Tag.

Krakau Marktplatz

Unterirdische Geschichte

Nur wenige Schritte weiter befindet sich mittelalterliche Stadtgeschichte…- versteckt unter den Tuchhallen. Die unterirdische Marktroute zeigt alte Ausgrabungsstücke, vermittelt ein Bild von dem mittelalterlichen Leben in Krakau. Man findet alte Pflasterwege, Teile eines alten Friedhofs, Touchscreens, Nachbauten und vieles mehr.

Krakau unterirdisches Museum

Besonders spannend: Auf der tiefen Ebene auf der man sich befindet, lag vor mehreren hundert Jahren tatsächlich noch der Martkplatz, bevor er immer wieder zugeschüttet worden ist, damit der Dreck darunter verotten kann.

Mehr Infos und Öffnungszeiten: Krakau Museen

Kanoniker, Könige und Kringel

Zurück am Tageslicht verzaubert Krakau überall in der Altstadt mit seinen wunderschönen Häuserfassaden. Es ist unmöglich sich daran satt zu sehen.

Die alten Pferdekutschen, die die Touristen bis hin zum Wawel mitnehmen, machen das romantische Krakauer Bild perfekt. Wir verzichten auf die Kutsche (wenn die Verlockung jedes mal auch wieder groß ist) und laufen etwas abseits des Königweges zur Kanonikergasse. Wunderbar bunt und „verwundet“ sind die Häuser hier.

Kanoniker Gasse Krakau

Es scheint hier nicht nur ganz besonders ruhig und idyllisch, es wird sogar von den Geistlichen bewusst dafür gesorgt. Da fast alle Häuser der katholischen Kirche gehören, findet man nämlich keine Fastfood Buden oder Bling-Bling Souvenirshops.

Nur eine Straße weiter ist es mit der Ruhe dann aber auch wieder vorbei. Auf dem Königsweg tummelt das Leben. Mir gefällts. Und deswegen kaufen wir uns auch erstmal einen leckeren Krakauer Kringel. Ein Tradtionsgebäck der Stadt.

Achtung, es spuckt Feuer!

Kurz schauen wir noch in eine Art Klostergarten hinein und dann laufen wir weiter zum Wawel. Die ehemalige Residenz der polnischen Könige macht ganz schön was her. Schon bei meinem ersten Krakaubesuch habe ich mich verliebt in sie. Allein schon wegen der wunderschönen Lage am Fluss.

Blick auf den Wawel

Blick auf den Wawel vom Boot aus.

Auf den Wiesen am Wasser sitzen die Krakauer und lassen den Tag ausklingen, auf dem Burgberg tummeln sich die interessierten Touristen, am Burgberg stehen die Wagemutigen und warten darauf das der brühmte Krakauer Drache Feuer spuckt.  Und das tut er auch – alle paar Minuten. Wer mag kann auch die kleine Drachenhöhle besichtigen.

Entlang der Weichsel ins traurige Krakau

Weil das Wetter viel zu schön ist, schauen wir uns den Wawel nur von außen an. Wir spazieren einige Kilometer an der Weichsel entlang bis wir in das ehemalige jüdische Ghetto (Stadtteil Podgorze) gelangen.

Die Häuser im Ghetto hatten meist nur 3 Stockwerke. Die Häuser aus denen die Juden vertrieben worden sind besaßen meist jedoch 4 oder 5 Etagen. Zu wenig Platz für zu viele Menschen also.

Hier gibt es gleich 3 geschichtliche Sehenswürdigkeiten:

  • Schindlers Fabrik – Ausstellung zum Leben der Juden in Polen zur Nazi-Zeit
  • den Platz der Ghettohelden und das dazugehörige Mahnmal
  • das Museum „Adlerapotheke“

Ghetto Mahnmal Krakau

Weil alle 3 Orte sehr sehenswert sind, werde ich sie euch in einem gesonderten Beitrag vorstellen. Nur eines sei vorwegzunehmen: Wer nicht genügend Zeit mitbringt Schindlers Fabrik zu besichtigen, dem legen wir die Besichtigung der Adlerapotheke sehr ans Herz! Hier findet man auf wenigen Quadratmetern unzählige Bilder, Berichte, Einsichten zu dem Leben im Krakauer Ghetto. Und zu dem Mann, der seine Adler-Apotheke im Ghetto belassen hat, obwohl er umsiedeln sollte. Mehr Infos: Adler Apotheke

Kunterbuntes Kazimierz

Uns zog es weiter in das jüdische Viertel Kazimierz. Hier finden sich einige Synagogen, viele jüdische Restaurants, tolle, kleine Geschäfte und viele schöne, bunte Häuserfassaden. Allein in diesem Viertel entdeckten wir jeden Tag etwas Neues. Oft kamen wir uns vor als wären wir gerade im Mittelmeerraum, so schön dekoriert und atmosphärisch ist es hier.

Krakau ist bunt

Buntes Krakau in Kazimierz

Viel zu schnell vergehen die Tage in Krakau. Wir schauen uns noch den wunderbaren Innenhof der Jagiellonen Universität an, laufen durch die Tuchhallen, genießen die Aussicht vom Wawel und stöbern durch die Schokoladenauswahl der Supermärkte.

Krakau – das ist eine wirklich wunderbare Stadt. Detailverliebt, verspielt, romantisch, überhaupt nicht protzig, vielmehr unglaublich charmant. Krakau ist lecker. Krakau ist spannend. Krakau das ist Liebe. Wir werden aufjedenfall wiederkommen!

Noch mehr Krakau:

Schmackofatz – Polens Leckereien

Mein Name verpflichtet: Auf den Spuren von Oskar Schindler

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

6 Kommentare

    • Janine sagt

      Gerne liebe Janett. Immerhin warst du Auslöser für die Reise 🙂

  1. die unterkunft sieht ja richtig genial aus! und krakau reizt mich im allgemeinen acuh, leider ist es von uns dann dohc noch ein stück weiter :/

    • Janine sagt

      Jaa..die Unterkunft war ein absoluter Höhepunkt. 🙂 Ihr solltet Krakau irgendwann unbedingt mal besichtigen. Die Anreise lohnt sich. 3-4 Tage sollte man dann für die Stadt einplanen.
      Ganz liebe Grüße

Kommentar verfassen